Interview

InstaClone: Social Media im Unterricht verstehen

Mittwoch, 1.4.2026

Jugendliche bedienen Instagram meist intuitiv. Doch wie Daten gesammelt, Algorithmen gesteuert und Inhalte ausgespielt werden, bleibt oft unsichtbar. Mit InstaClone haben Elena Spörer, Anna Hartl und Angelina Voggenreiter von der TU München gemeinsam mit Professorinnen und Professoren sowie Studierenden eine Lernplattform entwickelt, die diese Prozesse im Unterricht sichtbar machen soll.

Posten, liken, kommentieren: Für viele Jugendliche gehört Social Media zum Alltag. Wie Plattformen funktionieren, welche Daten sie sammeln und warum Inhalte im Feed auftauchen, bleibt jedoch oft unsichtbar – auch für Erwachsene. Genau hier setzt InstaClone an. Das an der Technischen Universität München entwickelte Tool bildet Instagram in einer geschützten Unterrichtsumgebung nach. Schülerinnen und Schüler können posten, liken und kommentieren und zugleich nachvollziehen, wie Daten entstehen, Feeds sortiert oder Werbung ausgespielt wird. InstaClone wurde an der Technischen Universität München von Forschenden aus Informatikdidaktik (Elena Spörer, Professor Michaeli), Schul- und Unterrichtsforschung (Anna Hartl, Professor Holzberger), sowie Computational Social Science (Angelina Voggenreiter, Professor Pfeffer) gemeinsam mit Studierenden entwickelt. Das Ziel: Jugendliche sollen Social Media nicht nur nutzen, sondern auch verstehen.

INFO: Viele Jugendliche gelten als Digital Natives. Warum reicht es trotzdem nicht, Social Media einfach zu nutzen, sondern man muss auch verstehen, wie diese Plattformen funktionieren?

Anna Hartl: Es gibt tatsächlich Forschungen, die zeigen, dass das mit den Digital Natives so einfach nicht stimmt. Gerade wenn es um das Auswählen von Informationen, die Einschätzung von Informationsquellen, um Fake News und Misinformation geht, zeigt sich, dass Jugendliche das nicht automatisch können, nur weil sie damit aufgewachsen sind. Sie müssen das genauso lernen wie andere Generationen auch. Deshalb ist es wichtig, sie gezielt zu trainieren und ihnen die richtigen Skills mitzugeben – und nicht nur das, was sie sich vielleicht selbst angeeignet haben, kann wiederum  von falschen Informationen geprägt sein .

Das heißt: Die Plattformen können sie bedienen – aber sie verstehen nicht unbedingt, was im Hintergrund passiert?

Angelina Voggenreiter: Genau. Die Bedienung kriegen sie meistens gut hin. Aber die Prozesse im Hintergrund sind das Problem. Wir sprechen da auch oft von Digital Naives statt Digital Natives, weil zwar vieles intuitiv funktioniert, aber dieses kritische Hinterfragen und Verstehen fehlt. Die meisten Jugendlichen wissen, dass Social-Media-Plattformen ihre Daten nutzen. Aber sie haben oft kein Verständnis dafür, was damit eigentlich gemacht werden kann. Und ehrlich gesagt wissen das viele Erwachsene auch nicht. Gerade bei Jugendlichen muss man da ansetzen, damit sie hinterfragen: Was kann mit meinen Daten passieren? Wofür können Plattformen sie nutzen? Und wie sieht das Ganze aus, wenn man einmal in die Rolle von jemandem schlüpft, der selbst personalisierte Werbung erstellt?

Ihr habt InstaClone als Lernplattform entwickelt, die Instagram imitiert. Was genau ist InstaClone – und wie funktioniert das im Unterricht?

Angelina Voggenreiter: InstaClone sieht für die Schülerinnen und Schüler erst einmal ein bisschen aus wie Instagram. Sie können dort posten, liken und so weiter. Gleichzeitig unterscheidet sich das Tool in wichtigen Punkten von Instagram. Ein großer Unterschied ist, dass wir mit abgetrennten Instanzen arbeiten. Jede Klasse hat im Normalfall ihre eigene Instanz, die Schülerinnen und Schüler sehen also nur das, was die anderen aus ihrer Klasse dort machen. Die Lehrkraft hat die volle Kontrolle darüber, wer dazugehört und wer mitmachen darf. Dieser Sicherheitsaspekt ist für die Schule unglaublich wichtig. So können die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel Dinge ausprobieren, die in einem normalen Schulkontext gar nicht möglich wären, weil man sie eben nicht einfach auf Instagram lassen kann.

Elena Spörer: Der zweite große Unterschied ist, dass wir viele Funktionen eingebaut haben, um zu verstehen, wie Daten verarbeitet werden. Es gibt zum Beispiel ein Dashboard. Dort können die Schülerinnen und Schüler sehen, welche Daten sie erzeugt haben – etwa über Hashtags –, wie diese zusammenhängen, welche Altersangaben oder Interessen vorkommen und wie solche Informationen ausgewertet werden können. Im nächsten Schritt gibt es Funktionen, um zu verstehen, was man mit diesen Daten machen kann. Die Schülerinnen und Schüler können zum Beispiel selbst personalisierte Werbung erstellen oder den Newsfeed-Algorithmus verändern, sodass unterschiedlichen Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Inhalte angezeigt werden. Sie schlüpfen also nicht nur in die Rolle der Nutzerinnen und Nutzer, sondern auch in die Rolle der Plattformen oder der Firmen, die mit Plattformen kooperieren. Zusätzlich haben wir Aufgaben, Arbeitshefte und Lehrmaterialien entwickelt, um Themen wie kritische Reflexion, Datennutzung und den Umgang mit anderen auf Social Media zu behandeln.

InstaClone ist also nicht nur Plattform, sondern auch Unterrichtsmaterial?

Anna Hartl: Genau. Das Arbeitsheft nennen wir liebevoll Regiebuch. Lehrkräfte können es ausdrucken, wir haben es aber auch als Open Educational Resources auf unserer Website veröffentlicht, und es ist direkt im Tool implementiert. Die Schülerinnen und Schüler können die Aufgaben also direkt dort bearbeiten. In den Materialien haben wir ganz verschiedene Kapitel: von Content Creation, also dem, was die Schülerinnen und Schüler sowieso automatisch machen, bis hin zu Datenschutz und Misinformation. Man kann etwa einen Datensatz hochladen, in dem eine Person ein bisschen trollt und Misinformationen verbreitet – diese sollen von den Schülerinnen und Schülern gefunden werden. Das Spektrum ist also ziemlich breit.

Und das geht bis hinein in den Informatikunterricht?

Elena Spörer: Ja. Für den Informatikunterricht gibt es auch die Möglichkeit, dass die Lehrkraft die Daten, die die Schülerinnen und Schüler generiert haben, herunterlädt und dann vertiefte Datenanalysen außerhalb des Tools macht. Das ist eher etwas für Fortgeschrittene oder ältere Schülerinnen und Schüler. Es gibt zum Beispiel die Educational Plattform Orange, mit der man Datenanalysen per Drag-and-Drop machen kann. Auch dafür haben wir Unterrichtsmaterialien und Anregungen online bereitgestellt. Das kommt bei den Lernenden super an, weil es ihre eigenen Daten sind. Das ist natürlich spannender, als mit irgendeinem fremden Datensatz zu arbeiten.

Social Media ist Teil der Lebenswelt von Jugendlichen. Deshalb ist unser Ansatz eher Bildung statt Verbot. Wir wollen, dass sie verstehen, was im digitalen Raum passiert und wie sie bewusst damit umgehen können.

Angelina Voggenreiter: Daran sieht man auch gut, dass wir versucht haben, InstaClone möglichst breit aufzustellen. Der normale InstaClone ist wirklich ohne Programmierkenntnisse bedienbar. Das sind Klicks und Buttons, mehr nicht. Dadurch kann er auch fächerübergreifend genutzt werden. Mehrere Lehrkräfte können sich zum Beispiel zusammenschließen und sagen: Wir nutzen das Tool jetzt zwei oder drei Monate. Dann kann es im Deutschunterricht zum Thema digitale Sprache oder Misinformation eingesetzt werden und später im Informatikunterricht mit denselben Daten weiterverwendet werden. Das war unser Ziel: das Tool für viele verschiedene Ansätze offen zu halten, ohne der Kreativität der Lehrkräfte im Weg zu stehen. Und wir versuchen, Rückmeldungen von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern laufend einzubauen.

Viele Schulen verbieten Handys im Unterricht. Ihr geht einen anderen Weg und bringt Social Media bewusst ins Klassenzimmer. Warum?

Anna Hartl: Man könnte sagen: Jugendliche verbringen ohnehin schon so viel Zeit auf Social Media – warum also noch mehr? Unser Ansatz ist aber nicht der erhobene Zeigefinger. Social Media ist Teil der Lebenswelt von Jugendlichen. Deshalb ist unser Ansatz eher Bildung statt Verbot. Wir wollen, dass sie verstehen, was im digitalen Raum passiert und wie sie bewusst damit umgehen können.

Welche Erfahrungen habt ihr bisher aus Schulen bekommen? Wie reagieren Schülerinnen und Schüler, wenn sie plötzlich sehen, was hinter Likes, Reichweiten und Algorithmen steckt?

Angelina Voggenreiter: Die Motivation ist super hoch. Die Schülerinnen und Schüler fühlen sich total abgeholt, weil es etwas ist, das sie aus ihrem Alltag kennen. Man muss ihnen am Anfang etwas Zeit geben zum Posten, Liken und Kommentieren, sonst verliert das Ganze seinen Reiz. Eine Stunde sollte man dafür schon einplanen. Danach sind sie aber super motiviert und reflektieren auch ihre private Nutzung sozialer Netzwerke. Wir hatten bei unserem allerersten Schulbesuch gleich eine Schülerin, die am Ende der Doppelstunde zu uns kam und sagte: „Ich habe gerade so viel gelernt, aber irgendwie bin ich mit meinen Einstellungen auf Instagram gar nicht mehr happy. Könnt ihr mir helfen, dass ich da etwas rückgängig machen oder einschränken kann, damit meine Daten nicht so geteilt werden?“ Solche Reaktionen sind für uns eigentlich das größte Geschenk, weil wir dann merken: Wir haben unser Ziel erreicht. Ich glaube, es funktioniert gerade deshalb so gut, weil wir keinen erhobenen Zeigefinger haben, sondern die Schülerinnen und Schüler es selbst erfahren und ausprobieren lassen.

Anna Hartl: Wir hatten auch einen Jungen, der nicht mit auf Klassenfahrt fahren durfte und in einer Informatikstunde mitmachen musste.

Elena Spörer: Der hatte wirklich überhaupt keinen Bock.

Anna Hartl: Sein Ziel war eigentlich nur, den Unterricht zu stören. Er hatte überhaupt keine Lust. Wir haben ihn dann einfach mit dem Tool arbeiten lassen und konnten ihn relativ schnell einfangen. Irgendwann fragte er, ob er etwas zu Eiweißpulver posten kann – das ist natürlich eher seine Lebenswelt als unsere. Aber nach kurzer Zeit hat er sich super mit dem Tool befasst. Das war für uns schön zu sehen: Es funktioniert.

Sie posten genau die Dinge, die sie auch privat posten würden. Das eröffnet für den Unterricht viele neue Möglichkeiten.

Interessant ist ja auch: Social Media nutzt man normalerweise allein am Handy. Im Unterricht scheint es eher etwas Kooperatives zu werden.

Anna Hartl: Ja, das ist wirklich spannend. Normalerweise sitzt man allein vor dem Handy, postet, liked und schaut, was der Algorithmus einem ausspielt. In den Klassen haben wir aber festgestellt, dass die Schülerinnen und Schüler mit InstaClone super gut zusammenarbeiten. Es ist relativ laut, sie rufen sich Dinge zu, vernetzen sich, vergleichen ihre Inhalte. Auch wenn sie später auf die Dashboards gehen und Datenanalysen machen, arbeiten sie zusammen und schauen etwa: Wer hat welche Werbung geschaltet? Wird mir die angezeigt oder nicht? Das ist für uns motivierend zu sehen.

Angelina Voggenreiter: Außerdem arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit dem Tool unglaublich nah an ihrer Lebenswelt. Sie posten genau die Dinge, die sie auch privat posten würden. Das eröffnet für den Unterricht viele neue Möglichkeiten. In einer siebten oder achten Klasse war nach drei, vier Minuten schon der erste Post ein Meme, das in eine rassistische Richtung ging. Da haben wir erst einmal geschluckt. Aber man muss auch sagen: Das sind genau die Dinge, die Schülerinnen und Schüler täglich sehen – auf 9gag, Reddit, Twitter und anderswo. Wir haben inzwischen verschiedene Optionen für Lehrkräfte eingebaut, damit sie Schülerinnen und Schüler kurzzeitig deaktivieren oder Inhalte löschen lassen können. Wir haben also ein Moderationssystem aufgebaut.

Spannend war daran auch, dass sich die Schülerinnen und Schüler selbst eine Meldefunktion gewünscht haben.

Angelina Voggenreiter: Genau. Und das war total spannend, weil die Lehrkraft sagte: „Ich sehe die ganze Zeit, dass meine Schülerinnen und Schüler so etwas auf Social Media posten. Aber ich darf als Lehrkraft nicht mit ihnen darüber sprechen, weil das ihre privaten Daten sind.“ Gleichzeitig merkt sie natürlich, dass das in den Schulkontext überschwappt. Hier konnte sie das sofort aufgreifen. Sie konnte den Unterricht unterbrechen und fragen: Was bedeutet dieser Post? Was könnte man sich dabei gedacht haben? Welche Auswirkungen kann er haben? Wie geht es uns damit? Und welche Regeln brauchen wir auf Social Media, damit sich alle wohl und sicher fühlen? Das war für uns sehr wertvoll. Plötzlich konnten wir die Realität von Kindern und Jugendlichen die man sonst oft wegschiebt oder nur verbietet, wirklich in den Unterricht holen.

Wir sind weiterhin nah an der Schulpraxis dran und holen uns Feedback. Positiv ist, dass die Schülerinnen und Schüler sehr motiviert sind, dass sie das Tool intuitiv finden und gerne damit arbeiten.

Ihr wart also direkt in Klassenräumen unterwegs und habt Feedback eingeholt. Was sind die Rückmeldungen von Schulen, Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern nach längerer Nutzung?

Anna Hartl: Gerade in den Anfängen waren wir viel in Klassenzimmern, um das Tool immer wieder zu testen – auch technisch. Wir haben Blätter verteilt, auf denen die Schülerinnen und Schüler aufschreiben konnten, was verbessert werden sollte. Am Anfang lief das Tool zum Beispiel noch langsam, das haben wir dann verbessert. In dieser Testphase haben wir auch Fragebögen eingesetzt und das Gespräch gesucht: Was wurde gelernt? Wo fühlt ihr euch sicherer? Habt ihr Lust, das Tool wieder zu verwenden?

Elena Spörer: Wir sind weiterhin nah an der Schulpraxis dran und holen uns Feedback. Positiv ist, dass die Schülerinnen und Schüler sehr motiviert sind, dass sie das Tool intuitiv finden und gerne damit arbeiten. Sie sagen auch selbst, dass sie viel gelernt haben. Was wir außerdem sehen: InstaClone wird in einem größeren Kontext eingesetzt, als wir anfangs gedacht hätten – etwa auch an Berufsschulen. Wir wollen deshalb weiter evaluieren: Was machen die Schulen alles mit dem Tool? Wo gibt es noch Bedarf? Unser Ziel ist, dass es kein Tool wird, das einmal entwickelt wird und dann einstaubt.

Wird InstaClone bundesweit genutzt, also über Bayern hinaus?

Elena Spörer: Ja. Wir hatten auch schon erste Anfragen aus Österreich. Und ansonsten wird es deutschlandweit genutzt.

Es gibt viele Lehrpersonen, die sich mit Social Media, Hardware und Software nicht unbedingt leichttun. Ist InstaClone für solche Lehrpersonen schwer in den Unterricht zu integrieren?

Angelina Voggenreiter: Wir haben versucht, wirklich alles so zu gestalten, dass man nur Knöpfe drücken muss. Es gibt Anleitungen, und wir würden in Zukunft gerne noch mehr anbieten – etwa Videos, vertiefende Materialien oder vielleicht Workshops, je nach Förderung. Grundsätzlich ist das Tool aber sehr intuitiv aufgebaut. Die Lehrkräfte müssen auch nichts technisch selbst aufsetzen. Sie melden sich bei uns, schreiben eine E-Mail, und wir schicken ihnen einen Link zurück. Damit ist die technische Infrastruktur bereits da. Das Einzige, was sie noch machen müssen, ist, ihre Schülerinnen und Schüler hinzufügen – und wenn sie wollen, einen Datensatz hochladen, den wir bereitstellen, damit das Tool am Anfang nicht leer aussieht.

Jugendliche sollten verstehen, was mit ihren Daten passiert und wie sie vom Algorithmus genutzt werden – also auch, wie dadurch ihre Sicht auf die Welt beeinflusst wird.

Wenn ihr einen Wunsch an Schulen hättet: Was sollten Jugendliche heute unbedingt über Social Media lernen, bevor sie täglich mehrere Stunden auf diesen Plattformen verbringen?

Angelina Voggenreiter: Der wichtigste Punkt ist für mich, dass sie lernen, mit Inhalten umzugehen, die sie verstören oder traumatisieren können. Was mache ich in dem Moment, in dem ich so etwas sehe? Und wie gehe ich langfristig damit um? Das müssen nicht nur Lehrkräfte lernen, sondern auch Eltern und natürlich die Schülerinnen und Schüler selbst. Ich finde, das sollte teilweise schon im Grundschulalter beginnen – dass Kinder lernen: Wenn ich etwas Gruseliges auf dem Handy sehe, kann ich zum Beispiel die Hand draufhalten, um wieder ein Gefühl von Kontrolle zu bekommen.

Elena Spörer: Ein zweiter ganz wichtiger Punkt sind die persönlichen Daten. Viele denken: Wen interessiert schon mein Urlaubsfoto? Von diesem Ist-mir-egal-Bewusstsein muss man wegkommen. Jugendliche sollten verstehen, was mit ihren Daten passiert und wie sie vom Algorithmus genutzt werden – also auch, wie dadurch ihre Sicht auf die Welt beeinflusst wird.

Anna Hartl: Und aus psychologischer Perspektive geht es auch um Verhalten. Wie verhalte ich mich richtig im digitalen Raum? Auch dort gibt es Regeln. Vielleicht ist ein Bild, das man selbst lustig findet, für jemand anderen verletzend. Dafür muss man ein Gespür entwickeln. Der digitale Raum ist eben kein luftleerer Raum, sondern ein Ort, an dem – wie im direkten Miteinander – Regeln und Best Practices gelten.

Mehr Infos über die Nutzung von InstaClone: https://www.edu.sot.tum.de/ddi/forschung/projekte/instaclone/

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