Verbunden von Anfang an: Beziehungen im Kindergartenalltag

Dienstag, 30.6.2026

Beziehungen geben Kindern Sicherheit und Orientierung. Im Kindergarten Niedervintl werden sie bewusst gepflegt – im Alltag mit den Kindern und Familien ebenso wie durch zahlreiche Kooperationen mit Vereinen, Institutionen und Menschen aus der Gemeinde.

Beziehungen sind die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Sie geben Kindern Sicherheit, Orientierung und die Möglichkeit, sich in einer vertrauten Umgebung vielfältig zu entwickeln. Verbundenheit entsteht, wenn Beziehungen täglich gelebt, gepflegt und erweitert werden – sowohl innerhalb unserer Einrichtung als auch nach außen. Der Kindergarten Niedervintl versteht sich als ein lebendiges Netzwerk, das Kinder, Familien und Partner in der Gemeinde miteinander verbindet, ganz im Sinne der Bildungsphilosophie und des Grundsatzdokuments „Ganzheitliche Bildung im inklusiven Kindergarten“:

„Die Öffnung nach innen und außen, hin zu Draußen-, Natur- und Sozialräumen, sowie zum Gemeinwesen stärkt Kinder, Pädagogische Fachkräfte und Führungskräfte als Mitglieder der Gesellschaft in ihrer Persönlichkeit, in ihrer Kompetenzentwicklung, in ihrer Team-, Dialog- und Innovationsbereitschaft und in ihrer Verantwortung. Inklusive Werte und Nachhaltigkeit werden aktiv gelebt.“ (Grundsatzdokument, Ganzheitliche Bildung im inklusiven Kindergarten, Dimension D, Absatz 3)

Beim monatlichen Bibliotheksbesuch lässt Bibliothekarin Pamela Bilderbücher lebendig werden.

Beziehung im Alltag leben und pflegen – mit Kindern und Familien

Beziehung als Basis unserer Arbeit

Jeder Tag beginnt und endet bei uns mit Begegnung. Begrüßungen, ein Lächeln, Gespräche, Rituale und feinfühlige Begleitung schaffen Vertrauen und Geborgenheit. Wir hören zu, nehmen Bedürfnisse wahr, bieten achtsam Unterstützung und Raum für Selbstständigkeit.

Familien sind unsere wichtigsten Bildungspartner. Offene Kommunikation, gegenseitige Wertschätzung und regelmäßiger Austausch ermöglichen eine Bildungspartnerschaft. Ob im Tür‑und‑Angel‑Gespräch, bei Entwicklungsgesprächen oder gemeinsamen Aktionen – wir pflegen Beziehung aktiv und transparent.

Unser Netzwerk – Verbundenheit nach außen

Unsere pädagogische Arbeit endet nicht an der Kindergartentür. Durch vielfältige Kooperationen entstehen wertvolle Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten für Kinder. Die Zusammenarbeit mit unseren Netzwerkpartnern erweitert den Horizont – pädagogisch, sozial und gemeinschaftlich.

Gelungene Aktionen der letzten Jahre, die Verbundenheit schaffen:

  • Vorlesen im Kindergarten: Eltern oder nahe Bezugspersonen kommenzum Vorlesen in den Kindergarten.
  • Feuerwehr Bergrettung: Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten sowie Vereinen.
  • Unser Nachbar Josef Stauder und seine Holzspiele: Die Kinder erleben spannende handwerkliche Tätigkeiten, dürfen selbst aktiv werden und den Experten hautnah erleben.
  • ELKI: Gemeinsame Aktionen und Einladungen. Im Jänner 2026 ermöglichten das ELKI und der Bildungsausschuss Niedervintl Kinderyoga mit Marion Leitner.
  • Bibliothek: Regelmäßige Besuche mit spannenden Geschichten wecken Freude am Lesen und an Büchern.
  • Seniorentreff: Begegnungen mit älteren Menschen schaffen schöne Momente zwischen den Generationen.
  • Mittelschülerinnen und Mittelschüler: Bei den Projekten „Nagelbilder mit Fadentechnik“ und „Holzhasen basteln“ wird gemeinsam gestaltet und voneinander gelernt. Groß und Klein begegnen sich.
  • Grundschule: Durch enge Zusammenarbeit, gemeinsame Aktivitäten wie Spielen, Turnen oder Schulbesuche erleichtern wir den Kindern ihren Übergang in die erste Klasse.
Nachbar Josef Stauder besucht den Kindergarten regelmäßig mit neuen Holzspielen. Er lernt von und mit den Kindern.

Offen für Neues – gelebte Netzwerkarbeit

Unser Kindergarten bleibt neugierig. Wir hören zu, nehmen Impulse aus unserem Umfeld auf und lassen uns von allem begeistern, was Kinder wachsen lässt, inspiriert und stärkt.
Beziehung, Verbundenheit und Netzwerkarbeit sind für uns nicht nur Begriffe, sondern gelebte Realität. Im täglichen Miteinander mit Kindern und Familien, in Kooperationen mit Partnern in der Gemeinde und mit offener Haltung entsteht ein starkes Netz, das Kinder in ihrer Entwicklung trägt und begleitet. Diese Erfahrungen machen unseren Kindergarten zu einem Ort, an dem Gemeinschaft wächst und die Öffnung hin zum Umfeld sichtbar wird: „Die Öffnung des Kindergartens hin zum natürlichen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Umfeld erweitert die Bildungsorte und lebensweltnahen Lernerfahrungen der Kinder.“ (Rahmenrichtlinien für den Kindergarten in Südtirol, 3.3.2.3 Die Öffnung der Kommunikationsräume hin zum Umfeld, S. 54).

Beatrix Putzer, Kindergarten Niedervintl

„Wie bei den Olympischen Spielen“

Mittwoch, 21.10.2026

15 junge Fachkräfte aus Südtirol traten bei den WorldSkills in Shanghai in 13 Berufen an – und kehrten mit Gold, Bronze und acht Medallions for Excellence zurück. Cäcilia Baumgartner, Direktorin des Amtes für Lehrlings- und Meisterausbildung, war vor Ort. Im INFO-Interview erzählt sie von ihren Eindrücken.

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„Jeder hat Gold in sich“

Montag, 19.10.2026

Was kann Schule vom Fußball lernen? Coach und DFB-Spezialtrainer Kelechi Onyele spricht im INFO-Interview über Lehrerinnen und Lehrer als Lebensbegleiter, Leistungsdruck und die Aufgabe von Schule, junge Menschen nicht nur zu unterrichten, sondern sie zu befähigen.

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Lernwelten

  • Glaziologie-Camp: Alpine Ökosysteme im Blick
    Oberschülerinnen und Oberschüler vertiefen im Nationalpark Stilfserjoch Landschaftsformen und Lebensräume im Hochgebirge – Initiative der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion
  • Schule anders gedacht
    Die WFO „Franz Kafka“ in Meran geht neue Wege im Unterricht: Seit diesem Schuljahr ersetzen Module die bisherige Semesterstruktur, selbstgesteuertes Lernen bekommt mehr Raum. Damit sollen Jugendliche eigenständiger arbeiten und individuelle Lernwege ermöglicht werden. 
  • Musik kennt keine Grenzen
    Gemeinsam musizieren, sich ausprobieren und Teil einer Gemeinschaft sein: Bei „Musik ohne Grenzen“ kamen in der Musikschule Auer 18 Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen zusammen. Kursleiterin Verena Koler erklärt im INFO-Interview, was Musik ohne viele Worte ermöglichen kann und wie inklusive Angebote an den Musikschulen ausgebaut werden sollen.
  • Wurzeln stärken, Vielfalt erleben
    Kulturelle Erfahrungen prägen Kinder von Anfang an. Wenn Kindergärten Theater, Feste, Geschichten oder Musik in ihren Alltag einbinden, eröffnen sie einen lebendigen Zugang zur Welt – und stärken Neugier, Sprache und gegenseitigen Respekt.
  • Das Kindergarten- und Schuljahr 2026/2027 beginnt
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