Verbunden von Anfang an: Beziehungen im Kindergartenalltag

Beziehungen geben Kindern Sicherheit und Orientierung. Im Kindergarten Niedervintl werden sie bewusst gepflegt – im Alltag mit den Kindern und Familien ebenso wie durch zahlreiche Kooperationen mit Vereinen, Institutionen und Menschen aus der Gemeinde.
Beziehungen sind die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Sie geben Kindern Sicherheit, Orientierung und die Möglichkeit, sich in einer vertrauten Umgebung vielfältig zu entwickeln. Verbundenheit entsteht, wenn Beziehungen täglich gelebt, gepflegt und erweitert werden – sowohl innerhalb unserer Einrichtung als auch nach außen. Der Kindergarten Niedervintl versteht sich als ein lebendiges Netzwerk, das Kinder, Familien und Partner in der Gemeinde miteinander verbindet, ganz im Sinne der Bildungsphilosophie und des Grundsatzdokuments „Ganzheitliche Bildung im inklusiven Kindergarten“:
„Die Öffnung nach innen und außen, hin zu Draußen-, Natur- und Sozialräumen, sowie zum Gemeinwesen stärkt Kinder, Pädagogische Fachkräfte und Führungskräfte als Mitglieder der Gesellschaft in ihrer Persönlichkeit, in ihrer Kompetenzentwicklung, in ihrer Team-, Dialog- und Innovationsbereitschaft und in ihrer Verantwortung. Inklusive Werte und Nachhaltigkeit werden aktiv gelebt.“ (Grundsatzdokument, Ganzheitliche Bildung im inklusiven Kindergarten, Dimension D, Absatz 3)

Beziehung im Alltag leben und pflegen – mit Kindern und Familien
Beziehung als Basis unserer Arbeit
Jeder Tag beginnt und endet bei uns mit Begegnung. Begrüßungen, ein Lächeln, Gespräche, Rituale und feinfühlige Begleitung schaffen Vertrauen und Geborgenheit. Wir hören zu, nehmen Bedürfnisse wahr, bieten achtsam Unterstützung und Raum für Selbstständigkeit.
Familien sind unsere wichtigsten Bildungspartner. Offene Kommunikation, gegenseitige Wertschätzung und regelmäßiger Austausch ermöglichen eine Bildungspartnerschaft. Ob im Tür‑und‑Angel‑Gespräch, bei Entwicklungsgesprächen oder gemeinsamen Aktionen – wir pflegen Beziehung aktiv und transparent.
Unser Netzwerk – Verbundenheit nach außen
Unsere pädagogische Arbeit endet nicht an der Kindergartentür. Durch vielfältige Kooperationen entstehen wertvolle Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten für Kinder. Die Zusammenarbeit mit unseren Netzwerkpartnern erweitert den Horizont – pädagogisch, sozial und gemeinschaftlich.
Gelungene Aktionen der letzten Jahre, die Verbundenheit schaffen:
- Vorlesen im Kindergarten: Eltern oder nahe Bezugspersonen kommenzum Vorlesen in den Kindergarten.
- Feuerwehr Bergrettung: Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten sowie Vereinen.
- Unser Nachbar Josef Stauder und seine Holzspiele: Die Kinder erleben spannende handwerkliche Tätigkeiten, dürfen selbst aktiv werden und den Experten hautnah erleben.
- ELKI: Gemeinsame Aktionen und Einladungen. Im Jänner 2026 ermöglichten das ELKI und der Bildungsausschuss Niedervintl Kinderyoga mit Marion Leitner.
- Bibliothek: Regelmäßige Besuche mit spannenden Geschichten wecken Freude am Lesen und an Büchern.
- Seniorentreff: Begegnungen mit älteren Menschen schaffen schöne Momente zwischen den Generationen.
- Mittelschülerinnen und Mittelschüler: Bei den Projekten „Nagelbilder mit Fadentechnik“ und „Holzhasen basteln“ wird gemeinsam gestaltet und voneinander gelernt. Groß und Klein begegnen sich.
- Grundschule: Durch enge Zusammenarbeit, gemeinsame Aktivitäten wie Spielen, Turnen oder Schulbesuche erleichtern wir den Kindern ihren Übergang in die erste Klasse.

Offen für Neues – gelebte Netzwerkarbeit
Unser Kindergarten bleibt neugierig. Wir hören zu, nehmen Impulse aus unserem Umfeld auf und lassen uns von allem begeistern, was Kinder wachsen lässt, inspiriert und stärkt.
Beziehung, Verbundenheit und Netzwerkarbeit sind für uns nicht nur Begriffe, sondern gelebte Realität. Im täglichen Miteinander mit Kindern und Familien, in Kooperationen mit Partnern in der Gemeinde und mit offener Haltung entsteht ein starkes Netz, das Kinder in ihrer Entwicklung trägt und begleitet. Diese Erfahrungen machen unseren Kindergarten zu einem Ort, an dem Gemeinschaft wächst und die Öffnung hin zum Umfeld sichtbar wird: „Die Öffnung des Kindergartens hin zum natürlichen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Umfeld erweitert die Bildungsorte und lebensweltnahen Lernerfahrungen der Kinder.“ (Rahmenrichtlinien für den Kindergarten in Südtirol, 3.3.2.3 Die Öffnung der Kommunikationsräume hin zum Umfeld, S. 54).




