Medienkompetenzprogramm für Südtirols Mittelschulen

Mit dem Smartphone verantwortungsvoll umgehen lernen

Donnerstag, 17.4.2025

Am 14. April 2025 wurde das Bildungsprojekt „Smartphone-Führerschein“ offiziell vorgestellt. Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen und Schüler der Südtiroler Mittelschulen zu einem verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit Smartphones und digitalen Medien zu befähigen.

Der Smartphone-Führerschein vermittelt digitale Kompetenzen auf altersgerechte und praxisnahe Weise. Thematisiert werden unter anderem Sicherheit im Netz, Fairplay im digitalen Raum, digitales Wohlbefinden, aber auch Grundlagen wie die Geschichte des Internets. Das Programm ist als Teil der gesellschaftlichen Bildung im Unterricht verankert und wird von den Lehrpersonen selbst durchgeführt. Bei aktiver Teilnahme erhalten die Schülerinnen und Schüler am Ende einen symbolischen „Führerschein“. Insgesamt umfasst der Smartphone-Führerschein zehn Unterrichtseinheiten. Die Lehrpersonen werden vom Forum Prävention geschult und erhalten alle Materialien kostenlos über die Website www.start-smart.it.

Erfolgreicher Start und Ausblick

Bereits mehr als die Hälfte der deutschsprachigen Mittelschulen sind mit dem Projekt gestartet. Im aktuellen Semester kommen die ersten fünf Module in den ersten Klassen der Mittelschule zum Einsatz. Ab Herbst 2025 wird das Projekt auch auf italienische und ladinische Schulen ausgeweitet. Zudem werden neue Module für die zweiten und dritten Klassen entwickelt – unter anderem zu den Themen Künstliche Intelligenz, Körper- und Schönheitsbilder im Netz sowie Fake News.

Unterstützung für Lehrpersonen und Eltern

Die Plattform www.start-smart.it bietet Lehrpersonen freien Zugang zu allen Unterrichtsmaterialien. Im Laufe des Jahres wird das Projekt auch für Eltern erweitert, um sie im familiären Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen.

Kooperationspartner

Das Projekt wurde vom Forum Prävention in Zusammenarbeit mit der Landesdirektion deutschsprachiger Schulen, dem Landesbeirat für Kommunikation und dem Südtiroler Sanitätsbetrieb entwickelt und umgesetzt.

Manuel Oberkalmsteiner

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