Südtiroler Fachschulen setzten Maßstab im alpinen Fachwettbewerb

Beim Gesamttiroler Fachwettbewerb für alpine Landwirtschaft in Imst sichern sich Südtiroler Fachschulen Spitzenplätze in Team- wie Einzelwertung – ein starkes Signal für die Qualität der Ausbildung im Alpenraum.
Wenn sich landwirtschaftlicher Nachwuchs der Europaregion misst, steht nicht nur praktisches Können auf dem Prüfstand, sondern auch die Qualität der Ausbildungssysteme. Beim Gesamttiroler Fachwettbewerb für alpine Landwirtschaft, ausgetragen am 23. April an der Landeslehranstalt für Landwirtschaft (LLA) in Imst, fiel das Ergebnis klar aus: Südtirols Fachschulen prägten den Wettbewerb in Breite und Spitze.
Platzierungen der Südtiroler Fachschulen
In der Teamwertung ging der Sieg an die Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Ernährung Dietenheim, den zweiten Platz belegte die Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg in Kortsch. Die Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern erreichten den vierten Rang im starken Teilnehmerfeld. Auch die Einzelwertung blieb fest in Südtiroler Hand: Simon Waldner, Schüler der Fachschule Fürstenburg, setzte sich an die Spitze; Pius Winkler von der Fachschule Dietenheim folgte auf Platz zwei.
Der Gesamttiroler Fachwettbewerb für alpine Landwirtschaft, der seit 2008 jährlich an wechselnden Standorten ausgetragen wird, versammelt Schulteams landwirtschaftlicher Fachschulen aus der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino, die in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten. Ergänzt wird die Teamwertung durch eine Einzelwertung, in der herausragende Leistungen unabhängig vom Teamergebnis bewertet werden.
Fachwissen unter Praxisbedingungen
An zwölf anspruchsvollen Stationen waren sowohl theoretisches Wissen als auch handwerkliche Präzision gefragt. Die Aufgaben reichten von der Bestimmung von Wiesenpflanzen und Gehölzen über die Analyse von Milchinhaltsstoffen und die Beurteilung von Klauen bis hin zur Erkennung von Bauteilen an landwirtschaftlichen Maschinen. In der Forstwirtschaft gehörte auch der fachgerechte Kettenwechsel an der Motorsäge zum Programm. und anderes mehr. Bewertet wurde in den Kernbereichen Pflanzenbau, Tierhaltung, Landtechnik und Forstwirtschaft.
Die Ergebnisse verweisen damit nicht nur individuelle Leistung, sondern auch auf die hohe Ausbildungsqualität und Praxisnähe der Südtiroler Fachschulen, die sich im direkten Vergleich mit anderen Regionen behaupten konnten.
Austausch über Grenzen hinweg
Organisatorisch eingebettet ist der Fachwettbewerb in den Gesamttiroler Ring der land- und hauswirtschaftlichen Fachschulen, der seit über vier Jahrzehnten den fachlichen Austausch innerhalb der Europaregion fördert. Der Fachwettbewerb selbst hat sich seit seiner Einführung 2008 zu einem festen Bestandteil dieser Zusammenarbeit entwickelt – als Leistungsvergleich ebenso wie als Ort der Begegnung von Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen aus Nord-, Ost- und Südtirol.







