Kindergarten Waltraud-Gebert-Deeg Sternenhof in Bruneck

Was drinnen geht, geht draußen auch

Montag, 8.7.2024

„Der neue Kindergarten ist schön, aber der Garten vom alten war schöner!“ Diese Aussage eines Kindergartenkindes ließ die pädagogischen Fachkräfte vom Kindergarten Sternenhof aufhorchen. Gab es doch während des Neubaus im Ausweichkindergarten eigentlich keinen richtigen Garten, sondern „nur“ eine Böschung mit Sträuchern und Wildwuchs. Die Notwendigkeit einer Umgestaltung zeichnete sich ab.

Den Rahmenrichtlinien für den Kindergarten in Südtirol entsprechend, verlaufen die Verbindungen zwischen den Spielräumen im Hausinneren und jenen des Außenraums fließend. Das Außengelände erweitert dabei das Raumsystem des Kindergartens um vielfältig nutzbare Spiel- und Lernlandschaften, welche sich an der Vielfalt kindlichen Lernens orientieren. (vgl. Rahmenrichtlinien für den Kindergarten in Südtirol, S. 54)

Der Garten des Kindergartens Sternenhof sollte demnach ein Bereich werden, in dem mehr geschieht als Entspannung, Ausgleich und beaufsichtigtes Toben, also ein Bereich, der die Vorstellungen der Kinder berücksichtigt. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, den Garten zu einem Ort mit umfangreichen Spiel- und Lernmöglichkeiten unter Berücksichtigung aller Bildungsbereiche zu machen.

Einige Teammitglieder nahmen an der Weiterbildung „Lernort Garten“ mit Clemens Schaub teil und waren von seinem Ansatz: „Was drinnen geht, geht draußen auch“ begeistert.

Die Neugestaltung des Außenbereichs sollte die Vorstellungen der Kinder berücksichtigen.

Planung und Umsetzung

In mehreren Planungssitzungen gingen die Fachkräfte der Frage nach, welche Lernerfahrungen Mädchen und Buben im Garten zusätzlich machen könnten:

  • Finden sie Impulse zum Bauen und Konstruieren?
  • Gibt es anregende Umgebungen für Rollenspiele?
  • Finden die Mädchen und Buben Rückzugsmöglichkeiten und Verstecke vor?
  • Wie und wo können sie naturwissenschaftliche Erfahrungen machen?
  • Gibt es Platz zum kreativen Gestalten?
  • Gibt es Möglichkeiten zum Festigen unterschiedlicher Bewegungsabläufe?
  • Wie beziehen wir Kinder in die Gestaltung mit ein?
  • Was ist nötig, um Sicherheit und Schutz zu gewährleisten?

Dann ging es an die praktische Umsetzung. Die pädagogischen Fachkräfte gestalteten in Absprache mit den Mädchen und Buben die neuen Bereiche im Garten. In Kindertreffs handelten sie gemeinsam Spielregeln aus, sicherten deren Einhaltung und begründeten Ausnahmen.

Zur Gewährleistung der Sicherheit bei der Vogelnestschaukel flochten die Mädchen und Buben gemeinsam mit den Stadtgärtnern einen Weidenzaun und positionierten Wurzelstöcke zur Entschärfung der Laufwege.

Die Umgestaltung führte zu neuen Herausforderungen im Gartenbereich und die pädagogischen Fachkräfte erkannten, dass der Fokus nicht primär bei der Aufsicht der Mädchen und Buben liegt, sondern vielmehr im Begleiten der neu konzipierten Lernumgebungen. In regelmäßigen Abständen reflektierten sie Organisation und Gestaltung des Gartens und brachten Beobachtungen zur Diskussion.

Durch die Umgestaltung wird deutlich: Das Spiel der Kinder im Außenbereich hat sich verändert. Begeistertes, intensives Lernen ist überall sichtbar, vor allem auch im sozialen Miteinander.

Das Gartenprojekt hat sich für alle gelohnt. Die Fachkräfte erkennen ausgewogene, kreative Spielsituationen und sind weiterhin motiviert den Garten als Lernort mitzutragen und weiterzuentwickeln.

Für den Kindergarten Waltraud-Gebert-Deeg Sternenhof

Anna Leitner, Maria Feichter

Einblicke in die Neugestaltung des Außenbereichs

Kindergarten Waltraud-Gebert-Deeg Sternenhof in Bruneck

InstaClone: Social Media im Unterricht verstehen

Mittwoch, 1.4.2026

Jugendliche bedienen Instagram meist intuitiv. Doch wie Daten gesammelt, Algorithmen gesteuert und Inhalte ausgespielt werden, bleibt oft unsichtbar. Mit InstaClone haben Elena Spörer, Anna Hartl und Angelina Voggenreiter von der TU München gemeinsam mit Professorinnen und Professoren sowie Studierenden eine Lernplattform entwickelt, die diese Prozesse im Unterricht sichtbar machen soll.

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Lernwelten

  • „Familienfenster“: wenn sich Perspektiven öffnen
    Das Projekt „Familienfenster” begleitet den Kindergarten St. Michael durch das ganze Bildungsjahr. Es öffnet den Alltag für Familien, macht ihn zugänglich und lädt dazu ein, ihn aktiv mitzugestalten. Mit ihren Interessen, Fähigkeiten und Erfahrungen bereichern die Familien das Lernen der Kinder auf vielfältige Weise.
  • Grenzüberschreitender Sprach- und Kompetenzerwerb
    Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Handel und Verwaltung am Berufsbildungszentrum „Dipl. Ing. Luis Zuegg“ Meran absolvieren Praktikum in Detmold in Westfalen/Deutschland
  • Frostsensor der Fachschule Laimburg im The Things Network TTN
    Fachschule Laimburg: Schüler bauen eigenen Frostsensor und vernetzen ihn über The Things Network TTN – Innovatives Technologieprojekt der 4. Klasse Obst‑ und Weinbau
  • Wenn Kinder Leben retten lernen 
    Jedes Jahr erwerben rund 3.000 Grundschulkinder Erste-Hilfe-Kenntnisse – ermöglicht durch ein Gemeinschaftsprojekt von Weißem Kreuz und Deutscher Bildungsdirektion.
  • Wenn Geschichten lebendig werden
    Wenn Geschichten lebendig werden, wächst die Freude an Sprache. In mehreren Kindergärten in Eppan las die Kinderbuchautorin Jutta Nymphius aus ihren Büchern und bezog die Kinder aktiv in die Geschichten ein. Eine Begegnung, die Fantasie, Zuhören und Erzählen förderte und vieles in Bewegung brachte.
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