Pädagogik braucht Beziehung und Gemeinschaft

Rund 200 Pädagogische Fachkräfte des Kindergartensprengels Schlanders starteten am 2. September 2026 in Schluderns gemeinsam in das neue Bildungsjahr 2026/2027. Im Mittelpunkt des Eröffnungskollegiums stand das Thema „Kommunikation und Beziehung“.
Mit dem Leitsatz „Pädagogik braucht Beziehung und Gemeinschaft“ eröffnete die Direktorin Sylvia Baumgartner die Veranstaltung und hob damit die zentrale Bedeutung von Beziehungen für ein nachhaltiges Lernen von Kindern hervor. Der Kindergarten sei ein Ort der Begegnung, an dem Beziehungen zu Kindern, Familien und verschiedenen Netzwerkpartnern täglich gelebt und gestaltet würden, so Baumgartner. Das gemeinsame Miteinander zu fördern und eine Zusammenarbeit aller Beteiligten zum Wohle eines jeden Kindes zu stärken, stehe als Direktionsschwerpunkt heuer zielgerichtet im Fokus der Bildungsarbeit.
In ihren Grußworten unterstrich auch die Landeskindergartendirektorin Helena Saltuari, wie wichtig die Vernetzung des Kindergartens nach innen und nach außen ist. Nur durch ein gemeinsames Zusammenwirken aller Beteiligten könnten Kindern bestmögliche Bildungs- und Entwicklungschancen eröffnet werden. Eine offene Haltung der Pädagogischen Fachkräfte sowie die Bereitschaft, Zeit für Gespräche, Austausch und gegenseitige Unterstützung aufzubringen, seien dabei von unschätzbarem Wert.
Einen fachlichen Impuls zum Thema setzte der Pädagoge und Lernberater Thomas Vonmetz mit seinem Vortrag „Kommunikation ist Beziehungsarbeit“. Ein Kind brauche im Leben tragfähige Beziehungen, Aufgaben, an denen es wachsen kann, sowie eine Gemeinschaft, in der es sich aufgehoben fühlt, so lautete die Botschaft. Unter dem Motto „Dialog statt Diagnose“ plädierte Vonmetz dafür, kindliches Verhalten zunächst verstehen und begleiten zu wollen, anstatt Kinder vorschnell zu bewerten oder in Kategorien einzuordnen.
Auch Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner machte sich dafür stark, im Sinne der Inklusion jedem Kind eine aktive Teilhabe am Gruppengeschehen zu ermöglichen. Jeder Mensch verfüge über Talente und Fähigkeiten, die das Miteinander bereichern und die es deshalb für ein gutes Zusammenleben zu erkennen und zu nutzen gilt. Gerade die Unterschiedlichkeit der Menschen mache Gemeinschaft stark und lebendig, so Falkensteiner.





