Neue Charta der Schülerinnen und Schüler vorgestellt

Freitag, 4.9.2026

Bildungslandesräte Achammer, Galateo und Alfreider stellen gemeinsam mit Schülern wesentliche Neuerungen vor – Klarere Regelungen unter anderem zu Kommunikation, Disziplinarmaßnahmen und Hausaufgaben

Die Charta der Schülerinnen und Schüler ist die Grundlage der Schulordnung und hält die wichtigsten Rechte und Pflichten der Schülerinnen und Schüler fest. Die derzeit gültige Fassung stammt aus dem Jahr 2003 und wird nun durch eine überarbeitete Charta ersetzt. Diese wurde am 3. September von den drei Bildungslandesräten Philipp Achammer, Marco Galateo und Daniel Alfreider, gemeinsam mit den Vertretungen der Landesbeiräte der Schülerinnen und Schüler Julia Moosburger, Marco Fauni und Jan Paul Promberger vorgestellt.

„Das primäre Ziel der Charta ist es, die Qualität des Unterrichts und ein vertrauensvolles Lernumfeld zu garantieren. Denn Schule ist ein Lernumfeld mit Rechten, aber auch mit Pflichten“, hob Landesrat Achammer hervor. Im Mittelpunkt der Schule müssten immer die Schülerinnen und Schüler stehen – dafür stehe auch dieses Dokument, das es nun gelte, in den Unterricht einfließen zu lassen. Für Landesrat Galateo schaffe die Schülercharta die Voraussetzung dafür, dass Schule sich weiterentwickeln und mit gesellschaftlichen Entwicklungen Schritt halten könne. „Die Schule ist ein Ort der Wissensvermittlung, aber auch des gesellschaftlichen Lebens mit klaren Regeln. Schule soll ein Ort des respektvollen Miteinanders sein, in dem demokratische Abläufe gelernt und gelebt werden“, hielt dazu Landesrat Alfreider fest.

Die neue Charta bringt klarere Regeln für den Schulalltag und verankert Themen wie Prävention, Gesundheit und Vielfalt stärker im schulischen Leben. Zudem betont sie die Bedeutung einer respektvollen Kommunikation miteinander und einer zeitgemäßen Bildung. Weitere Präzisierungen in der Charta betreffen die Hausaufgaben sowie die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen Schule und Familie: So wird festgehalten, dass auch Eltern volljähriger Schülerinnen und Schüler weiterhin die Mitteilungen der Schule erhalten, sofern der/die Schüler/in dies nicht schriftlich untersagt. „Die Schule baut immer auf die kooperative Zusammenarbeit mit dem Elternhaus. Wo notwendig, muss man dies auch verlangen können. Denn Bildung ist immer eine geteilte Verantwortung“, sagte Landesrat Achammer.

Das primäre Ziel der Charta ist es die Qualität des Unterrichts und ein vertrauensvolles Lernumfeld zu garantieren, sagte Bildungslandesrat Philipp Achammer (links neben ihm Schülervertreterin Julia Moosburger).

Mehr Klarheit gibt es künftig auch im Bereich der Disziplinarmaßnahmen, die in den jeweiligen Schulordnungen festgelegt werden. Zeitlich begrenzte Tätigkeiten sozialer, kultureller oder allgemeiner Art, die der Schulgemeinschaft oder der Allgemeinheit zugutekommen, sollen dabei das Verantwortungsbewusstsein stärken. „Im Mittelpunkt steht die pädagogische Sinnhaftigkeit einer Disziplinarmaßnahme, weil das Ziel ganz klar die Wiedereingliederung oder der Wiedereintritt in die Schule ist“, betonte Landesrat Achammer. Neue Bestimmungen gibt es auch für den Ausschluss vom Unterricht und von der Schulgemeinschaft.

Der Genehmigung durch die Landesregierung am 28. August ging ein mehrstufiger Abstimmungsprozess voraus. Dabei wurden die Landesbeiräte der Schülerinnen und Schüler sowie der Landesbeiräte der Eltern und des Landesschulrates angehört. Zudem flossen Vorgaben von staatlicher Seite, etwa zu Mobbing und Cybermobbing, sowie weitere Anregungen der drei Bildungsdirektionen in die überarbeitete Charta ein. Diesen Weg lobten auch die Vertretungen der Schülerinnen und Schüler: „Wir durften ansprechen, was uns beschäftigt und fanden dafür Gehör sowohl bei der Politik als auch in den Bildungsdirektionen. Die Erarbeitung des Dokuments hat gezeigt, dass Lösungen gefunden werden können, um gemeinsam eine bessere Schule zu schaffen“, unterstrich Schülervertreterin Julia Moosburger. Jan Paul Promberger, Schülervertreter der ladinischen Schulen, sprach sich dafür aus, die Charta kontinuierlich weiterzuentwickeln und rief dazu auf, die Inhalte des Dokuments allen Schülerinnen und Schülern zugänglich zu machen. Auch Marco Fauni appellierte, die Charta nun mit Leben zu füllen.

Die überarbeitete Schülercharta gilt für alle Schulen staatlicher Art (Grund-, Mittel- und Oberschulen) sowie für jene der Berufsbildung aller drei Sprachgruppen und ist bereits im Schuljahr 2026/27 in Kraft.

chülervertreter Marco Fauni und Bildungslandesrat Marco Galaeto messen der Schülercharta einen hohen Stellenwert zu, nun gelte es sie mit Leben zu füllen.

„Die Schule ist ein Ort der Wissensvermittlung, aber auch des gesellschaftlichen Lebens mit klaren Regeln. Schule soll ein Ort des respektvollen Miteinanders sein, in dem demokratische Abläufe gelernt und gelebt werden“, hielt Landesrat Daniel Alfreider (rechts neben ihm die Schülerverterter Jan Paul Promberger und Julia Moosburger) fest.
LPA/ck

„Jeder hat Gold in sich“

Montag, 19.10.2026

Was kann Schule vom Fußball lernen? Coach und DFB-Spezialtrainer Kelechi Onyele spricht im INFO-Interview über Lehrerinnen und Lehrer als Lebensbegleiter, Leistungsdruck und die Aufgabe von Schule, junge Menschen nicht nur zu unterrichten, sondern sie zu befähigen.

mehr dazu…

50 Jahre WFO „Franz Kafka“

Montag, 19.10.2026

Die Wirtschaftsfachoberschule „Franz Kafka“ in Meran feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Am Freitag, 23. Oktober, sind ab 18 Uhr ehemalige und aktuelle Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem Jubiläumsabend eingeladen.

mehr dazu…

„Wir müssen Schulen wirklich transformieren“

Mittwoch, 14.10.2026

Anne Sliwka kennt Schulsysteme von Kanada bis Neuseeland. Die Bildungswissenschaftlerin erklärt im INFO-Interview, warum gute Schulen keine Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer brauchen, weshalb Kinder erst ein solides Wissensfundament benötigen und wie Künstliche Intelligenz das Lernen verändert. Vor allem aber fordert sie: Schule darf nicht stehen bleiben.

mehr dazu…

Service

  • Innsbruck wird zum Treffpunkt der jungen Volksmusik
    26. Alpenländischer Volksmusikwettbewerb/Herma Haselsteiner-Preis vom 22. bis 25. Oktober in Innsbruck mit mehr als 700 jungen Musikanten, Musikantinnen, Sängerinnen und Sängern aus dem Alpenraum
  • 50 Jahre WFO „Franz Kafka“
    Die Wirtschaftsfachoberschule „Franz Kafka“ in Meran feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Am Freitag, 23. Oktober, sind ab 18 Uhr ehemalige und aktuelle Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem Jubiläumsabend eingeladen.
  • Chancen von Bildung und Lernen über Grenzen hinweg
    Erasmus Days vom 12. bis 17. Oktober – Austausch von Erfahrungen und Chancen von Bildung und Lernen über Grenzen hinweg – Europa gemeinsam erleben, voneinander lernen und neue Perspektiven aufzeigen
  • Mathematik und Naturwissenschaften anschaulich vermitteln
    BRIMA+NAT Primar: Fortbildungstag für pädagogische Fachkräfte im Primarbereich mit Impulsen, um Begeisterung für Mathematik und Naturwissenschaften zu wecken und zu fördern
  • Pädagogische Abteilung und luxemburgisches IFEN planen engere Zusammenarbeit
    Die Pädagogische Abteilung und das luxemburgische Institut IFEN kooperieren künftig enger. Bei einem Arbeitstreffen standen neue Formate von Lehrerfortbildungen, Arbeitsorganisation und Digitalisierung im Mittelpunkt.
Mehr…