Interview mit dem Gewinner des Schülerpreises „CLAUS“

„Wirklich viel gelernt“ 

Mittwoch, 12.6.2024

Jannik Burger von der Technologischen Fachoberschule in Bruneck hat den diesjährigen Schülerinnen- und Schülerpreis „CLAUS“ gewonnen. Im Kurzinterview erzählt der Schüler, wie er auf das Thema seines journalistischen Beitrags gestoßen ist und was er von dieser Erfahrung mitnimmt. 

Am 6. Juni wurden in Sexten zwei Preise verliehen: die „Auszeichnung für hervorragenden Journalismus im Gedenken an Claus Gatterer“ und der Schülerinnen- und Schülerpreis „CLAUS“. Beide Preise sind dem Südtiroler Historiker und Journalisten Claus Gatterer (1924-1984) gewidmet. Der Schülerpreis ist ein Gemeinschaftsprojekt des Schulverbundes Pustertal, der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion Südtirol, der Gemeinde Sexten und des Österreichischen Rundfunks ORF. Dabei sollen Arbeiten ausgezeichnet werden, die soziale Themen und Zivilcourage in den Vordergrund rücken.  
Der Gewinner der diesjährigen Ausgabe von „CLAUS“, Jannik Burger, erhielt für seine Leistung eine Bronzestatuette des Innsbrucker Künstlers Georg Loewit, ein einwöchiges Praktikum beim ORF in Wien und einen Gutschein über 500 € zur Deckung der Fahrtspesen nach Wien sowie für Unterkunft und Verpflegung. INFO hat ihn nach der Preisverleihung zu einem kurzen Interview gebeten.  

INFO: Du hast den diesjährigen „CLAUS“ gewonnen. Was geht in dir vor? 
Jannik Burger: Ich war überrascht und habe es anfangs nicht glauben können, weil ja 14 wirklich gute Beiträge an diesem Wettbewerb teilgenommen haben. Die Freude ist jetzt groß. 

Warum hast du an diesem Schülerinnen- und Schülerpreis teilgenommen? 
Ich besuche die Technologische Fachoberschule in Bruneck und der Schulalltag ist sehr wissenschaftlich geprägt. Ich wollte mal etwas anderes ausprobieren, weil vielleicht das ja genau das Richtige für einen sein kann. 

Wie bist du zum Thema deines Beitrags gekommen? 
Es ist ein Thema, das sicher nicht nur mich beschäftigt: In meinem Beitrag geht es um den Südtiroler Stolz und die Identität, wie es dazu gekommen und ob er gerechtfertigt ist. Es geht neben dem Erfolg des Tourismus um die Frage, ob das Selbst- und Fremdbild über das Land teilweise verschmolzen sind und ob unser Selbstbild überhaupt gerechtfertigt ist. 

Wie lief die Recherche und Erarbeitung des Beitrags ab? 
Ich habe mir anfangs Gedanken gemacht, was Südtirol so wohlhabend gemacht hat. Da bin ich unweigerlich auf den Tourismus gestoßen, habe die geschichtliche Entwicklung des Tourismus und die Geschichte allgemein recherchiert und im Beitrag eingebaut. Es kommen später Stimmen von Expertinnen und Experten und von deutschen Jugendlichen vor, die für einen Schüleraustausch in Südtirol waren. Abschließend habe ich den Südtiroler Stolz als Gefühl kritisch reflektiert.   

Wie hast du die Workshops erlebt, die ihr durchlaufen habt? 
Am besten hat mir das Thema Technik bei der Erarbeitung des Videos gefallen, aber auch wie man journalistisch arbeitet. Ich hatte davon ja keine Ahnung und wir haben wirklich viel gelernt.   

Was hast du noch gelernt, was nimmst du für deine Zukunft jetzt mit? 
Dass man dranbleiben und sich durchbeißen muss, auch wenn es mal nicht so gut läuft. Das war bei der Erstellung des Beitrages nicht immer einfach, aber ich habe es geschafft.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am „CLAUS“ 2024 mit dem Projektleiter der Initiative Hermann Rogger (ganz rechts), Landesrat Philippe Achammer (Zweiter von rechts), Jury-Mitglied Teresa Indjein (Dritte von rechts) und Jiri Gasperi (ganz links), der die Teilnehmenden auf der technischen Ebene unterstützte, bei der Prämierung in Sexten.

 
INFO veröffentlicht in den nächsten Wochen die Beiträge, die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Preises „CLAUS“ erarbeitet haben. 

Interessierte Oberschülerinnen und Oberschüler der 3. und 4. Klassen aller weiterführenden Schulen, die beim CLAUS 2025, dem 7. Schülerpreis, mitmachen möchten, können sich bis zum 25. September 2024 über die jeweilige Schule beim Projektleiter Hermann Rogger anmelden. Die Ausschreibung und die Anmeldeformulare wurden im Mai ausgesendet. 

INFO Redaktion

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    Im Kindergarten Weißenbach entdecken Kinder die Magie der Stop-Motion-Technik. Mit Tablet, Fantasie und viel Geduld verwandeln sie Figuren, Tiere und Lego-Sets in kleine Trickfilme – ein kreativer Zugang zu digitaler Medienbildung.
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