Vom Holzbrett zum Kanu

Drei Jahre lang planten, sägten, schliffen und bauten Schülerinnen und Schüler der Landesberufsschule Bozen für Handwerk und Industrie an einem besonderen Projekt. Nun wurde ihr selbst gebautes Holzkanu am Großen Montiggler See erfolgreich zu Wasser gelassen.
Das Projekt „Canoe“ entstand im Rahmen des Unterrichts der Grundstufen Holz Bau und verband theoretisches Wissen mit praktischer Arbeit. Unter der Anleitung der Fachlehrpersonen Eberhard Mitterrutzner, August Sellemond, Saskia Saurer und Florian Mayr beschäftigten sich die Jugendlichen zunächst mit Grundlagen der Strömungs- und Konstruktionslehre. Anschließend setzten sie ihr Wissen in der Werkstatt um.
In monatelanger Arbeit entstand aus einzelnen Holzplatten ein voll funktionstüchtiges Kanu. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler nicht nur den Umgang mit Werkzeugen und Werkstoffen, sondern auch, wie wichtig Präzision, Planung und Ausdauer bei einem solchen Vorhaben sind.
Der Höhepunkt des Projekts fand am 28. Mai am Großen Montiggler See statt. Dort wurde das Kanu feierlich zu Wasser gelassen und absolvierte unter Geleitschutz der Berufsfeuerwehr Bozen erfolgreich seine erste Fahrt. Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei erleben, dass ihre Arbeit tatsächlich „trägt“ – im wahrsten Sinne des Wortes.
Neben handwerklichen Kompetenzen standen während des Projekts vor allem Teamarbeit und Eigenverantwortung im Mittelpunkt. Die Jugendlichen mussten gemeinsam Lösungen finden, Aufgaben koordinieren und Entscheidungen treffen. Das Projekt bot ihnen damit einen praxisnahen Einblick in handwerkliche Berufsfelder und zeigte, wie Unterricht durch konkrete Erfahrungen lebendig und greifbar werden kann.
Die erfolgreiche Jungfernfahrt bildete den Abschluss eines außergewöhnlichen Schulprojekts, das Wissen, handwerkliches Können und Zusammenarbeit auf eindrucksvolle Weise miteinander verbunden hat.







