Musikschulen: Neue Vereinbarung unterzeichnet

Landesräte Alfreider und Achammer unterzeichnen Vereinbarung zur Koordinierung zwischen Ladinischer und Deutscher Bildungsdirektion und Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschule
BOZEN (LPA). Die Landesräte Daniel Alfreider und Philipp Achammer haben am 28. August eine neue Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen der Ladinischen Bildungs- und Kulturdirektion und der Deutschen Bildungsdirektion beziehungsweise der Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschule unterzeichnet. Sie knüpft an die Vereinbarung aus dem Jahr 2012 an, mit der die Führung der Musikschulen in den ladinischen Ortschaften dem Bereich Deutsche Musikschulen übertragen wurde, und regelt die Formen der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Bildungsbereichen neu.
Die Vereinbarung sieht regelmäßige Koordinierungstreffen zwischen der Ladinischen Bildungs- und Kulturdirektion, der Deutschen Bildungsdirektion und der Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschulen vor. Dabei werden die gemeinsame Weiterentwicklung der musikalischen Bildungslandschaft in Südtirol sowie spezifische Anliegen der ladinischen Musikschulen abgestimmt. Themen sind unter anderem die Berücksichtigung ladinischer Besonderheiten in den Lehrplänen, die Schulplanung, der Einsatz personeller und finanzieller Ressourcen sowie gemeinsame Projekte.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Musikschulen in den ladinischen Ortschaften, etwa durch gemeinsame Musikprojekte oder weitere Kooperationsformen. Die Vereinbarung bekräftigt das gemeinsame Ziel, die ladinische Sprache sichtbar zu machen und zu fördern. Dabei unterstützt die Ladinische Bildungs- und Kulturdirektion die Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschulen in Sprachfragen.
„Die ladinischen Musikschulen sind eine wichtige Säule unserer Bildungs- und Kulturlandschaft und seit 50 Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil im Leben vieler Familien in unseren Tälern“, betont Landesrat Daniel Alfreider: „Mit dieser Vereinbarung stellen wir sicher, dass ihre Arbeit und Weiterentwicklung zwischen den Bildungsdirektionen sowie der Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschulen abgestimmt werden. Gleichzeitig fördern wir die Zusammenarbeit dieser Bildungsbereiche zum Nutzen aller Beteiligten und stärken die Präsenz der ladinischen Sprache auch im Musikschulwesen.“
„Musikalische Bildung lebt von einer guten Zusammenarbeit und von Strukturen, die den sprachlichen und kulturellen Besonderheiten unseres Landes gerecht werden“, hebt Landesrat Philipp Achammer hervor: „Mit dieser Vereinbarung schaffen wir eine verlässliche Grundlage für die Zusammenarbeit der Bildungsbereiche und stärken zugleich die Rahmenbedingungen für die gemeinsame Weiterentwicklung der ladinischen Musikschulen.“
„Die ladinischen Musikschulen haben spezifische Anforderungen, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen“, unterstreicht der ladinische Bildungs- und Kulturdirektor André Comploi: „Gleichzeitig bilden sie mit den deutschen Musikschulen in der Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschulen eine starke Synergie – nicht nur in organisatorischer Hinsicht. Die neue Vereinbarung schafft einen klaren Rahmen für den regelmäßigen Austausch und ein abgestimmtes Vorgehen. Die bereits sehr gute Zusammenarbeit mit der Deutschen Bildungsdirektion und der Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschulen, für die ich mich bedanke, stärken wir damit weiter und sichern sie auch für die Zukunft.“
Auf die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs weist Bildungsdirektor Gustav Tschenett hin: „Gute Bildungsarbeit entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven regelmäßig zusammengeführt werden. Die Vereinbarung schafft dafür einen verlässlichen Rahmen, stärkt die Abstimmung zwischen den Bildungsbereichen und hilft uns, die besonderen Anliegen der ladinischen Musikschulen systematisch zu berücksichtigen.“
Was die Vereinbarung für die musikpädagogische Arbeit vor Ort bedeutet, hebt die Landesdirektorin der Deutschen und ladinischen Musikschule Alexandra Pedrotti hervor: „Die Vereinbarung gibt uns die Möglichkeit, die ladinischen Musikschulen noch gezielter weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort auszubauen. So entstehen für die Schülerinnen und Schüler zusätzliche Möglichkeiten, Musik zu erleben, gemeinsam zu gestalten und zugleich die ladinische Sprache aktiv zu nutzen.“





