Glaziologiecamp am Stilfser Joch: Lernen am Gletscher

Mittwoch, 1.10.2025

Oberschülerinnen und Oberschüler vertiefen im Nationalpark Stilfser Joch Landschaftsformen und Lebensräume im Hochgebirge. Eine Initiative der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion.

Naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler haben auch heuer wieder im Rahmen des Glaziologiecamps im Nationalpark Stilfser Joch Erfahrungen in den naturwissenschaftlichen Disziplinen GeologieBiologie und Ökologie gesammelt. Das Glaziologiecamp, organisiert und betreut von der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion gemeinsam mit Partnerschulen aus Deutschland im Rahmen eines Erasmus+-Projektes stößt alljährlich auf reges Interesse. Am Projekt nehmen Schülerinnen und Schüler teil, die im Schuljahr 2025/2026 eine vierte oder fünfte Oberschulklasse besuchen und besonderes Interesse an Natur und Wissenschaft zeigen.

Expertinnen und Experten verschiedener Fachgebiete haben sich vom 22. bis zum 27. September während der Exkursionen und Workshops sowie durch Vorträge mit den unterschiedlichen Themen befasst. Den Themenschwerpunkt bildeten Landschafts- und Lebensformen im Hochgebirge und welche Auswirkungen Großprojekte darauf haben können, wie beispielsweise ein fiktives Bauprojekt im Nationalpark.

Die Südtiroler und die Würzburger Gruppe beim diesjährigen Glaziologiecamp

In Gruppenarbeiten setzten sich die Jugendlichen intensiv mit verschiedenen Untersuchungskomponenten auseinander, die bei großen Eingriffen in die Landschaft geprüft werden müssen, wie Luft und Lärm, Boden und Gewässer, Lebensräume und Landschaft. Die Schülerinnen und Schüler haben Daten erhoben, Recherchen durchgeführt und haben festgestellt, dass Lärm, Müll, Bodenversiegelung und Verbauung im Hochgebirge genauso vorkommen wie im Tal. Ein zusätzliches Bauprojekt würde noch mehr Menschen in dieses sensible Gebiet bringen und die Natur belasten: Zu diesem Ergebnis kam die Gruppe aufgrund von Datenerhebung und Recherche. Nach Abwägung der Argumente und eingehender Diskussion kamen die Jugendlichen zu dem Schluss, dass ein Bauprojekt, vor allem im Hochgebirge und einem sensiblen Gebiet wie einem Nationalpark, abzulehnen ist. Die Schülerinnen und Schüler fanden aber auch Vorschläge und Alternativen für eine schonende und zeitgemäße touristische Nutzung des Gebietes.

Ein besonderes Erlebnis für die Gruppe war die geführte Gletscherwanderung auf den Sulden-Gletscher zur Suldenspitze. „In uns steckt so viel und wir können unsere Fähigkeiten oft nur im richtigen Umfeld entfalten. Ich glaube, an diese Erfahrung werde ich mich noch ein Leben lang erinnern. Es war so außergewöhnlich und eindrucksvoll“, sagte eine Schülerin nach der Rückkehr vom Gletscher.

Geltscherwanderung: Aufstieg zum Suldengletscher

Das Gletschercamp hat unter anderem zum Ziel, eine Orientierung für die angehende Studien- oder Berufswahl zu sein. Das Projekt wurde bereits zum dritten Mal im Rahmen der EU-Förderung Europafels mit zwei Gymnasien aus Würzburg durchgeführt. Betreut und begleitet wurde das Camp von den Lehrkräften Katrin Nietzold und Christian Kohl aus Würzburg, den Referierenden Lukas NeuwirthHelmuth Sölva und Astrid Ferrari sowie Susanne Hellrigl von der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion.

LPA/red/mac

„Schule darf und soll Fehler machen“

Donnerstag, 15.1.2026

Fünf Schulen, unterschiedliche Voraussetzungen – und ein gemeinsames Ziel: Unterricht so weiterzuentwickeln, dass er der Vielfalt der Schülerinnen und Schüler gerecht wird. Als Pilotschule im Projekt „Wege in die Bildung 2030 – Guter Unterricht in der inklusiven Schule“ stellt sich der Schulsprengel Meran/Untermais grundlegende Fragen: Was brauchen Schülerinnen und Schüler wirklich? Welche Rolle haben Lehrpersonen? Wie gelingt es, dass Kinder Lernen wieder mit Freude verbinden? Ein Gespräch mit Direktorin Michaela Dorfmann.

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Entdecken, forschen und staunen im Kindergarten

Dienstag, 13.1.2026

Im Kindergarten Waltraud-Gebert-Deeg Sonnenhaus in Bruneck zeigt ein besonders eindrucksvolles Projekt im Forscherraum, wie Lernumgebungen wachsen können, wenn man sie konsequent an den Interessen der Kinder ausrichtet. Hier werden Fragen zu Funken – und Funken zu Forschungsprojekten.

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Der Jugend mehr zutrauen

Freitag, 9.1.2026

Nadine Thomaseth ist die neue Vorsitzende des Landesbeirats der Schülerinnen und Schüler in Südtirol. Im INFO-Interview spricht sie über Mitsprache, politische Bildung, Digitalisierung, fehlende Ausflüge – und darüber, warum Schule jungen Menschen mehr zutrauen sollte.

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„Talente Tage“ 2025: Lernen ohne Druck – mit Wirkung

Mittwoch, 7.1.2026

39 Jugendliche entwarfen in der Fortbildungsakademie „Schloss Rechtenthal“ Ideen für die Schule von morgen, verhandelten Klimapolitik am Spieltisch und diskutierten Chancen sowie Grenzen von KI. Zwei Tage, die zeigten, wie Lernen außerhalb des Unterrichts wirken kann.

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Lernwelten

  • Entdecken, forschen und staunen im Kindergarten
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  • Frei und mutig wie Pippi Langstrumpf
    Ein Workshop zum 80. Geburtstag von Pippi Langstrumpf lässt 16 Kinder des Grundschulsprengels Bruneck schreiben, malen, tanzen – und die Freiheit des eigenen Denkens entdecken.
  • Wenn Bilder lebendig werden
    Im Kindergarten Weißenbach entdecken Kinder die Magie der Stop-Motion-Technik. Mit Tablet, Fantasie und viel Geduld verwandeln sie Figuren, Tiere und Lego-Sets in kleine Trickfilme – ein kreativer Zugang zu digitaler Medienbildung.
  • Ein Ritual, das verbindet: Was der tägliche Kindertreff bewirkt
    Im Kindergarten St. Jakob/Grutzen schafft ein tägliches Ritual Struktur, Nähe und Beteiligung. Wie der Kindertreff Gemeinschaft fördert und Kindern Orientierung gibt.
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