Bundeswettbewerb prima la musica: Viele Preise für Südtirol

Mittwoch, 11.6.2025

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gesamttiroler Landeswettbewerbes „prima la musica“ mit der besten Bewertung beim Bundeswettbewerb in Wien – 7 Bundessiege, viele 1. und 2. Preise gehen nach Südtirol.

Der diesjährige Bundeswettbewerb prima la musica ist am 9. Juni in Wien zu Ende gegangen. Rund 900 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Österreich, aus Liechtenstein und Südtirol sind vom 29. Mai bis 9. Juni in den musikalischen Wettstreit getreten; sie hatten sich dafür in den jeweiligen Landeswettbewerben mit ihren herausragenden Leistungen qualifiziert und stellten in Wien in 12 Solokategorien und 5 Ensemblewertungen nochmals ihr Können unter Beweis. Südtirol war mit 71 Musikschülern und Musikschülerinnen vertreten, die entweder solistisch oder in Ensembles auftraten und von international besetzten Jurys bewertet wurden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen 10 und 19 Jahren hatten sich in den vergangenen Monaten mit ihren Lehrpersonen intensiv auf den Wettbewerb vorbereitet. Aus Südtirol kamen heuer 43 solistische Beiträge – davon 17 in den plus-Kategorien – sowie 10 Wertungen mit 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Kammermusik. Das Bundesfinale wurde mit einem Festkonzert im Schlosstheater Schönbrunn eröffnet. Gleichzeitig feierte die Trägerorganisation Musik der Jugend ihr 30-jähriges Bestehen.

Über einen Bundessieg in der Altersstufe II konnte sich Tobias Jocher von der Musikschule Sterzing mit dem Euphonium freuen; im Bild mit seinem Lehrer Bernhard Pircher (links) und Korrepetitor Simon Oberrauch.

„Es war eine einmalige Gelegenheit, Musik auf höchstem Niveau im Schlosstheater, das ja als Hausbühne der Habsburger diente, zu erleben“, berichtet Bildungsdirektor Gustav Tschenett, der vor Ort dabei war. „Die Teilnahme an prima la musica bedeutet, bereits in jungen Jahren den musikalischen Olymp zu erklimmen“, erklärt der Direktor der Ladinischen Bildungs- und Kulturdirektion André Comploi: „Die Chance, vor Publikum zu spielen, sich einer Fachjury zu stellen und sich mit den Besten zu messen, setzt neue Motivationen frei. Ich bin jedes Jahr aufs Neue beeindruckt vom außergewöhnlichen Talent und dem hohen Niveau, daher gilt mein herzlicher Dank allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrpersonen.“

nda Demattio (Mitte) von der Musikschule Unterland mit ihrer Klarinette und ihrer Lehrerin Uta Praxmarer (links) und Klavierbegleiter Andreas Benedikter. 

“Die besondere Leistung, die unsere jungen Musikerinnen und Musiker vollbringen, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden”, unterstreicht Landesmusikschuldirektorin Alexandra Pedrotti. „Ich konnte mir in Wien selbst ein Bild davon machen und bin begeistert von den beeindruckenden Leistungen der Südtiroler Teilnehmenden, die in bestimmten Wertungskategorien nahezu professionelles Niveau erreichen. Davon zeugen die Ergebnisse: Südtirol darf sich über 7 Bundessieger freuen – 5 davon in den plus-Kategorien, was eine beachtliche Leistung ist – und zahlreiche 1. und 2. Preise. Wir dürfen stolz sein auf die Qualität der musikalischen Ausbildung in Südtirol. Mein großer Dank gilt den Lehrpersonen, die mit großem Einsatz die Teilnehmenden auf ihrem musikalischen Bildungsweg begleiten und zu Höchstleistungen anspornen und den Familien, die große Mühen auf sich nehmen, um ihre Kinder auf diesem Weg zu begleiten.“ Pedrotti weist auch auf das enorme Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hin, die neben dem intensiven Üben und zahlreichen Proben auch schulische Verpflichtungen meistern müssen, besonders jetzt zu Schulende. „Wir als Bildungsinstitutionen sind darin gefordert, die Teilnehmenden bestmöglich zu unterstützen, damit sie diese Herausforderungen bewältigen können, denn unabhängig vom erzielten Preis sind ein wertschätzendes Feedbackgespräch der Jury, das Kennenlernen von Gleichgesinnten und die Erfahrung, sich mit den Besten aus ganz Österreich, Südtirol und Liechtenstein messen zu dürfen, von unschätzbarem Wert für den weiteren musikalischen Bildungsweg.“

Die Ergebnisse aller Wertungskategorien sind auf der Website des Veranstalters unter musikderjugend.at/prima-la-musica/bundeswettbewerb/ergebnisse veröffentlicht.  

Sophie Filippi Oberegger (links) von der Musikschule Bozen und Ida Maria Finatzer von der Musikschule Überetsch/Mittleres Etschtal sind in Wien als Piano Girls in der Wertungskategorie Kammermusik für Klavier vor die Jury getreten.

LPA/red/mac

„Das hat meinen Blick auf die Tiere verändert“

Montag, 8.6.2026

41 Jahre lang arbeitete Karl Messner als Tischler, dann ging er in Pension. Heute hütet er auf der Kuhalm oberhalb von Telfes in der Gemeinde Ratschings rund 80 Rinder. Im INFO-Interview erzählt er, warum er sich zum zertifizierten Hirten ausbilden ließ, was er im Lehrgang gelernt hat und weshalb ein guter Hirte seine Tiere genau beobachten muss.

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