Landesregierung genehmigt Matura-Richtlinien

Bildungslandesräte legen Beschluss zur Anpassung der Landesregelung an staatliche Neuerungen vor – Änderungen betreffen unter anderem die mündliche Prüfung und die Zusammensetzung der Prüfungsjury
Die Landesregierung hat auf Vorschlag der Bildungslandesräte Philipp Achammer, Marco Galateo und Daniel Alfreider die Verordnung zur Staatsprüfung zum Abschluss der Unterstufe und zur Reifeprüfung genehmigt. Damit werden staatliche Vorgaben mit Anpassungen an Südtiroler Gegebenheiten umgesetzt.
Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die Rückkehr zur Bezeichnung „Reifeprüfung„, die Zusammensetzung der Prüfungskommissionen, Änderungen im Hinblick auf die mündliche Prüfung und bei der Vergabe der Bonuspunkte (LPA hat berichtet). „Mit der neuen Regelung stärken wir jene Merkmale, die die Südtiroler Bildungslandschaft prägen: hohe fachliche Standards und die enge Verbindung von Bildung, persönlicher Entwicklung und gesellschaftlicher Verantwortung. So entwickeln wir das Prüfungssystem zeitgemäß weiter, ohne die Besonderheiten unserer Autonomie aus den Augen zu verlieren“, erklärt Landesrat Philipp Achammer. Die Änderungen treten mit dem Schuljahr 2025/26 in Kraft und ersetzen die Bestimmungen aus dem Jahr 2018.
Auch für Landesrat Marco Galateo handelt es sich dabei um eine wichtige Aktualisierung: „Die Regelung erlaubt es uns, die lokalen Wurzeln unserer Bildungslandschaft beizubehalten und vor allem der Mehrsprachigkeit als strategisches Merkmal unserer Schule zu stärken. Wir wollen damit die jungen Menschen bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereiten, indem wir ihnen Kompetenzen, die für die Arbeitswelt oder fürs Studium nötig sind, mitgeben.“
Gültig sind die Neuerungen auch für die ladinischen Oberschulen: „Für die ladinischen Schulen bestätigt diese Verordnung den Grundsatz des paritätischen Unterrichts: Ladinisch, Deutsch und Italienisch sind fester Bestandteil desselben Bildungswegs und werden auch bei den Prüfungsmodalitäten entsprechend berücksichtigt. Das ist eine wichtige Entscheidung, weil sie die Besonderheit der ladinischen Schule schützt, ohne sie vom Südtiroler Schulsystem zu trennen, und ein Modell stärkt, das Identität, Qualität und Offenheit miteinander verbindet“, betont Landesrat Daniel Alfreider.




