Spendenaktion

Wie Tisner Schülerinnen und Schüler mit Müsli herzkranke Kinder unterstützen

Dienstag, 14.10.2025

Die Schülergenossenschaft der Fachschule Tisens spendet 650 Euro aus dem Verkauf ihres Mountain Müslis an den Verein Kinderherz. Eine Aktion, die Bildung, Wirtschaft und Solidarität verbindet. 

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die große Wirkung entfalten, wie etwa ein schlicht verpacktes Müsli aus der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Tisens: Mit einer Spende von 650 Euro an den Verein Kinderherz hat die Schülergenossenschaft „hondgmocht & hausgmocht“ der Fachschule in Tisens in diesem Herbst erneut ein deutliches Zeichen für gesellschaftliches Engagement gesetzt. Der Betrag stammt aus dem Verkaufserlös ihrer Mountain Müsli-Jahresproduktion, einem regionalen, zuckerarmen Produkt, das sich zunehmend als fester Bestandteil im Angebot der Genossenschaft etabliert. 

Die Übergabe der Geldspende an den Präsidenten Ulrich Seitz und der Vizepräsidentin Silke Baliello vom Verein Kinderherz erfolgte im Rahmen einer kleinen Veranstaltung im Foyer der Fachschule, die von den Schülerinnen und Schülern eigenständig organisiert wurde und den sozialen Charakter des Projekts sichtbar machte. 

Spenden, die Wirkung zeigen

Das Mountain Müsli entwickelten Schülerinnen und Schüler im Ernährungskunde-Unterricht. Inzwischen wird es in Zusammenarbeit mit der Bäckerei Ultner Brot hergestellt, abgepackt und seit 2024 über deren Geschäftsstellen vertrieben. Der Erlös fließt direkt an die Schülergenossenschaft, die einen Teil davon regelmäßig für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stellt. 

Praxis im Fokus: Schülerinnen der Fachschule Tisens produzieren unter Anleitung von Fachlehrerin Evi Huber das Mountain Müsli direkt in der Backstube von Ultner Brot in St. Walburg. Aufnahme aus dem vergangenen Schuljahr.

Rund 70 Kinder kommen in Südtirol jedes Jahr mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt. Bei etwa 80 Prozent von ihnen sind in den ersten drei Lebensjahren mehrere Operationen notwendig; rund 20 Prozent benötigen sogar eine Herztransplantation. Die dafür erforderlichen hochspezialisierten medizinischen Eingriffe können meist nicht in der Region durchgeführt werden, sie erfolgen in spezialisierten Zentren wie Padua oder München. Diese Zahlen nennt der Verein Kinderherz, der seit seiner Gründung rund 1.500 betroffene Familien begleitet und sich für eine bessere medizinische Versorgung sowie psychosoziale Unterstützung starkmacht. 

Schülergenossenschaft als Lernort für Praxiserfahrung

Der Erfolg des Mountain Müslis beruht auf einem funktionierenden Zusammenspiel von Schule und Wirtschaft. Neben Ultner Brot zählen der Raiffeisenverband Südtirol und die Südtiroler Bäuerinnenorganisation zu den Partnern, die regelmäßig auf die Angebote der Schülergenossenschaft zurückgreifen, sei es beim Catering oder beim Müsli. „Die Schülergenossenschaft bietet den Jugendlichen nicht nur praktische Einblicke in Produktion und Vertrieb, sondern auch die Möglichkeit, unternehmerisches Denken mit sozialen Werten und gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden“, betont Christine Holzner, Schulleiterin der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Tisens. 

Mountain Müsli-Verkostung: Natascha Blaas, Schülerin der Fachschule in Tisens und Mitglied der Schülergenossenschaft, präsentierte beim Tag der offenen Schule 2025 das entwickelte Produkt – von der Idee über die Zutaten bis zur Vermarktung.

Mountain Müsli-Produkterweiterung 

Eine Produkterweiterung des Mountain Müslis ist bereits in die Wege geleitet. Nach den Herbstferien startet die neue Produktionsrunde und die Regale der Geschäftsstellen der Bäckerei Ultner Brot werden wieder gefüllt. Die Spendenaktion geht damit in die dritte Runde. Seit seiner Gründung hat der Verein Kinderherz über 1.000 Familien begleitet – mit fachlicher Expertise und menschlicher Nähe. Die Schülerinnen und Schüler aus Tisens leisten mit ihrem Engagement einen Beitrag dazu, dass diese Hilfe weiterhin dort ankommt, wo sie dringend gebraucht wird. 

Was in Tisens entsteht, ist mehr als ein Müsli: Es ist ein Beispiel dafür, wie junge Menschen Wirtschaft, Bildung und Gemeinwohl miteinander verbinden können. 

Christine Gutgsell / INFO Redaktion

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