Neue Lehrberufe: Bauwerksabdichter und Fachmann für Lackiertechnik

Samstag, 22.11.2025

Ab Mitte Dezember ist die duale Ausbildung zum Bauwerksabdichter/zur Bauwerksabdichterin und zur Fachfrau/zum Fachmann für Lackiertechnik möglich – in Südtirol stehen damit nun 109 Lehrberufe zur Wahl.

Landesregierung und Berufsverbände setzen auf die Lehre zur Sicherung des Fachkräfte-Nachwuchses. „Jugendliche, die an einer praktischen Ausbildung interessiert sind, hatten noch nie so viele moderne Lehrberufe zu Auswahl wie zurzeit“, betont Landesrat Philipp Achammer. Auf seinen Vorschlag hin hat die Landesregierung am 21. November im Einvernehmen mit den Sozialpartnern die Lehrberufe Bauwerksabdichter beziehungsweise Bauwerksabdichterin und Fachfrau beziehungsweise Fachmann für Lackiertechnik neu eingeführt. In Südtirol stehen nun 109 Lehrberufe zur Wahl. 

„Mit dem neuen Lehrberuf Bauwerksabdichterin soll eine Lücke bei den Bauberufen geschlossen werden“, betont die Direktorin des Landesamtes für Lehrlings- und Meisterausbildung Cäcilia Baumgartner. Diese Experten führen Dämmungs- und Abdichtungsarbeiten an Dächern und Terrassen, aber auch Brücken und Tunneln durch. Ebenso in ihren Aufgabenbereich fällt die Isolierung von Schwimmbädern, Tanks oder Deponien. Die duale Ausbildung für diesen Beruf dauert drei Jahre und verbindet traditionelle handwerkliche Fertigkeiten mit moderner Technik. Die Lehrlinge werden in einem Südtiroler Betrieb ausgebildet und für den Schulbesuch in der Berufsschule für metalltechnische Berufe in Hallein im österreichischen Bundesland Salzburg eingeschrieben.

Ebenso neu eingeführt wurde der Lehrberuf Fachmann beziehungsweise Fachfrau für Lackiertechnik. Die Lehrzeit beträgt drei Jahre und die schulische Ausbildung erfolgt an der Landesberufsschule 1 in Salzburg. Fachleute für Lackiertechnik behandeln Oberflächen aus Metall, Holz oder Kunststoff (zum Beispiel Maschinen, Fenster und Türen, Möbel) und beschichten sie mit Lacken. „Spezialisierte Südtiroler Handwerksbetriebe haben Bedarf an dem Berufsbild angemeldet, und über entsprechende Abkommen mit Berufsschulen in Österreich und Deutschland ist es auch in unserem Land möglich, einzelne Fachkräfte gezielt auszubilden“, unterstreicht Landesrat Achammer.

Weiters werden mit dem Beschluss der Landesregierung etliche deutschsprachige Berufsbezeichnungen an die in Österreich und Deutschland üblichen Bezeichnungen angepasst, damit die Abschlüsse international leichter verwertbar sind: unter anderem wird „Verkäuferin“ zu „Einzelhandelskauffrau“, „Servierfachkraft“ zu „Restaurantfachmann“ oder „Bürofachkraft“ zu „Bürokauffrau“. Zudem werden veraltete italienischsprachige Bezeichnungen aktualisiert oder an die gesamtstaatlichen Bezeichnungen angepasst: So wird „magnano“ zu „carpentiere metallico“ und „meccatronico d’auto“ zu „tecnico riparatore di veicoli a motore“.

Gestrichen wurden einige Berufe, in denen es seit vielen Jahren keine Lehrlinge mehr gibt, unter anderem Kürschner, Gerberin oder Sticker.

Die aktualisierte Liste der Lehrberufe tritt ab der Veröffentlichung im Amtsblatt der Region in Kraft: Das bedeutet, dass mit Mitte Dezember Verträge in den neuen Berufsprofilen abgeschlossen werden können.

Weitere Informationen im Landesamt für Lehrlings- und Meisterausbildung bei Sabine Scherer, Telefon 0471 416993, E-Mail sabine.scherer@provinz.bz.it. Informationen gibt’s auch auf www.provinz.bz.it/lehre.

Mit dem neuen Lehrberuf Bauwerksabdichter (im Bild bei der Arbeit) soll eine Lücke bei den Bauberufen geschlossen werden.

LPA/red/mac

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