Auszeichnung für gelebte Werte

„Il dono di Giglia – Giglias Gabe“: Ein Preis für Mut, Haltung und Menschlichkeit

Mittwoch, 17.12.2025

Die Stiftung „The Penguin“ ehrte vier Südtiroler Schülerinnen und Schüler, die in entscheidenden Momenten Verantwortung übernehmen und zeigen, wie Empathie und Mut den Alltag menschlicher machen. Die Preisverleihung fand an den Oberschulen „J. Ph. Fallmerayer“ in Brixen statt. 

Es sind oft die kleinen Gesten, die die Richtung vorgeben: ein Griff zum Verbandskasten, ein offenes Ohr, der Mut, dort stehen zu bleiben, wo andere bereits weitergehen. In Brixen hat die Stiftung „The Penguin“ genau solche Gesten ins Rampenlicht gerückt und vier Oberschülerinnen und Oberschüler ausgezeichnet, die Verantwortung nicht als Pflicht, sondern als Haltung verstehen. 

Am 10. Dezember wurde an den Oberschulen „J. Ph. Fallmerayer“ der Preis „Il dono di Giglia – Giglias Gabe“ verliehen. Eine Ehrung für junge Menschen, die handeln, ohne an Anerkennung zu denken. Das Preisgeld von 1.000 Euro je Schülerin und Schüler ist dabei nur das sichtbarste Zeichen einer Wertschätzung, die im Kern ideell ist: Es geht darum, Zivilcourage zu zeigen, ehrenamtlich zu helfen und Verantwortung zu übernehmen. Kurzum: Es geht um ein Bewusstsein für das, was Gemeinschaft zusammenhält. 

Im Scheinwerferlicht der Oberschulen „J. Ph. Fallmerayer“ in Brixen standen Alex Egger, Sanna Mair, Miriam Trockner und Giacomo Milan mit den Verantwortlichen der Stiftung „The Penguin“. Sie erhielten ein Preisgeld für gelebte Werte. 

Vier Beispiele für gelebte Solidarität

Die vier prämierten Oberschülerinnen und Oberschüler zeigen, wie unterschiedlich Engagement aussehen kann und wie sehr es eine Gemeinschaft prägt. 

Alex Egger aus Brixen engagiert sich als freiwilliger Helfer beim Weißen Kreuz. Auch als Schulsanitäter übernimmt er Verantwortung und zeigt Zivilcourage, wo andere wegsehen. 

Mit einem Projekt für nachhaltigen Konsum setzen Sanna Mair aus St. Christina in Gröden und Miriam Trockner aus Barbian ein Zeichen für bewusste Modekultur. Sie haben an ihrer Schule einen Kleidertauschmarkt ins Leben gerufen, um Mitschülerinnen und Mitschüler für einen nachhaltigen Umgang mit Kleidung zu sensibilisieren sowie ein Umdenken beim Kaufverhalten und der Entsorgung von Kleidungsstücken anzustoßen.

Über den schulischen Tellerrand hinaus denkt Giacomo Milan aus Bruneck. Der naturwissenschaftlich interessierte Schüler möchte später in der Forschung arbeiten, um neue Therapien zu entwickeln und die Lebensqualität von Menschen zu verbessern. Für ihn sind Empathie und kleine Gesten ebenso bedeutsam wie große wissenschaftliche Ideen – eine Haltung, die den Kern des Preises widerspiegelt.

Mehr als eine Ehrung

„Il dono di Giglia – Giglias Gabe“ ist weit mehr als ein Preis. In einer Zeit, in der Egoismus oft lauter erscheint als Hilfsbereitschaft, setzt die Stiftung ein Zeichen und rückt jene Jugendlichen ins Licht, die Verantwortung übernehmen. Damit macht sie deutlich, dass Solidarität und Zivilcourage keine Randphänomene sind, sondern Fundament einer offenen Gesellschaft. 

INFO Redaktion/eb

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