Erasmus+ eröffnet Berufsbildung neue Wege in Europa

Mit EraBB3 sammeln Südtiroler Berufs- und Fachschulen internationale Erfahrungen. Fürstenburg und Laimburg zeigen, wie Erasmus+ im Bereich Berufsbildung (VET – Vocational Education and Training) Kompetenzen und Austausch stärkt.
Europa erleben, voneinander lernen und berufliche Kompetenzen ausbauen: All das ermöglicht Erasmus+ im Bereich der Berufsbildung (VET). Über die Akkreditierung EraBB3 – Erasmus+ Berufsbildung – unterstützt die Deutsche Bildungsdirektion Mobilitäten von Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen, Führungskräften und pädagogischem Personal. Darüber hinaus unterstützt EraBB die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an internationalen Kompetenzwettbewerben.
Erfolg auf europäischer Bühne
Wie wertvoll solche Erfahrungen sind, zeigte sich bei der European Students Championship in Forestry Skills 2026 in Kärnten. Für Italien trat die Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg an. Die Schüler Benjamin Höchenberger, Hannes Hofer, Michael Rainer und Andreas Zerz erreichten unter 24 Teams aus 18 europäischen Ländern den zweiten Gesamtrang; auch im Forstparcours belegte das Südtiroler Team Platz zwei. Vorbereitet und begleitet wurden sie von den Lehrpersonen Simone Götsch, Klaus Niederholzer und Othmar Telfser.
Die Teilnahme wurde über EraBB3 mitfinanziert: Fahrtspesen, Unterkunft und Verpflegung für die Teilnehmenden und Begleitpersonen konnten unterstützt werden. Dadurch wurde es möglich, Können unter internationalen Bedingungen zu zeigen, sich mit Gleichaltrigen aus Europa zu messen und neue Kontakte zu knüpfen. Für die Fachschule Fürstenburg war es bereits die elfte Teilnahme an einem solchen Wettbewerb.
Laimburg vertritt Südtirol in Polen
Auch die Fachschule Laimburg nutzte Erasmus+ (VET) und EraBB3: Sie nahm vom 30. Juni bis 4. Juli 2026 am Europäischen Berufswettbewerb für junge Gärtnerinnen und Gärtner in Bielsko-Biała in Polen teil. Angemeldet waren 22 Teams aus 13 Ländern. Laimburg vertrat Südtirol bzw. Italien mit zwei Teams, bestehend aus vier Schülerinnen und zwei Schülern. Diese wurden von den Lehrpersonen Lea Zelger und Mattea Wurzer begleitet. Andrea Schulz, Lehrerin und Vorsitzende des Vereins der Europäischen Gartenbaulehrer (EU-Horticulture-Teacher), hat den Wettbewerb geleitet. Er bot jungen Talenten der grünen Branche eine Bühne für Fachwissen, Praxis und europäischen Austausch. Das Team der Fachschule Laimburg kehrte mit beeindruckenden Ergebnissen nach Hause zurück: einem Sonderpreis sowie einem knapp verpassten Podestplatz. Dazu hat INFO berichtet: Laimburger Gartenbau-Team glänzt bei Europäischem Berufswettbewerb – Info digital
Internationale Impulse für Südtirols Berufsbildung
EraBB3 ist damit mehr als eine finanzielle Unterstützung. Die Akkreditierung stärkt die Internationalisierung und Qualitätsentwicklung der Berufsbildung in Südtirol. Sie eröffnet Lernenden und Lehrenden neue Perspektiven, fördert fachliche und persönliche Kompetenzen und bringt Impulse aus Europa in Unterricht, Schulentwicklung und pädagogische Arbeit.
Im Schuljahr 2026/2027 haben weitere berufsbildende Schulen die Möglichkeit, sich für Mobilitäten im Rahmen der EraBB-Akkreditierung zu bewerben. Angesprochen sind Schulen, die ihren Schülerinnen und Schülern sowie ihrem Personal internationale Lern- und Wettbewerbserfahrungen ermöglichen möchten. Die Beispiele Fürstenburg und Laimburg zeigen: Erasmus+ (VET) macht Berufsbildung sichtbar, verbindet junge Menschen über Grenzen hinweg und stärkt die berufliche Bildung in Südtirol nachhaltig.




