Berufliche Qualifikation „Koch und Köchin für pflanzenbasierte Küche“

Freitag, 19.6.2026

Am Berufsbildungszentrum „Emma Hellenstainer“ Brixen kann künftig berufliche Qualifikation als „Koch/Köchin für pflanzenbasierte Küche“ erworben werden – Grünes Licht von der Landesregierung

Der Koch beziehungsweise die Köchin für pflanzenbasierte Küche wird künftig im „Landesverzeichnis der Abschlusstitel des Berufsbildung und der Beruflichen Qualifikationen“ aufgeführt. Dies hat die Landesregierung in ihrer Sitzung vom 19. Juni auf Vorschlag von Landesrat Philipp Achammer beschlossen. Gleichzeitig hat sie der Einführung der beruflichen Qualifikation „Koch/Köchin für pflanzenbasierte Küche“ zugestimmt. Die Vorarbeit dazu haben die Koordinationsstelle Berufliche Weiterbildung in der Landesdirektion deutschsprachige Berufsbildung und das Berufsbildungszentrum „Emma Hellenstainer“ Brixen im Einvernehmen mit dem Hoteliers- und Gastwirteverband HGV und dem Köcheverband geleistet.

Innovative pflanzenbasierte Küche und lokale Produkte

Im Sinne der beruflichen Qualifikation bereitet der spezialisierte Koch oder die spezialisierte Köchin innovative Gerichte auf pflanzlicher Basis zu, wobei er oder sie auch innovative Rezepte und solche zur Aufwertung lokaler Produkte entwickelt. Bei der Zubereitung greift er oder sie auf entsprechende Arbeitsmethoden und aktuelles Wissen zurück.

Lehrgang am Berufsbildungszentrum „Emma Hellenstainer“ Gastronomie und Kulinarik Brixen

Die Fachkompetenzen, die diese Fachkraft für die berufliche Tätigkeit benötigt, erwerben und entwickeln interessierte Köche und Köchinnen im Rahmen eines Lehrgangs, der am Berufsbildungszentrum „Emma Hellenstainer“ Brixen angeboten wird. Nach Abschluss des Lehrgangs stellen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre Kompetenzen bei einer praktisch ausgerichteten Zertifizierungsprüfung unter Beweis. Wer diese Prüfung besteht, erhält ein Zertifikat, das über das so genannte EQR-Niveau 4 auch in Italien und Europa lesbar ist.

Vom Skiservicetechniker zur Almsennerin

Landesrat Achammer verweist darauf, dass sich das Land verstärkt darum bemüht, berufliche Qualifikation zu ermöglichen, die über die Landesgrenzen hinaus gültig sind. „Dazu nutzen wir den Weg der beruflichen Weiterbildung„, erklärt der Landesrat. Zwar sei es für die beteiligten Seiten – Berufsbildungsbehörde, Berufsschule und Interessensvertretungen – nicht immer einfach, sich über Bezeichnungen, Kompetenzen und Kenntnisse zu einigen, doch mittlerweile wurden bereits 22 berufliche Qualifikationen verankert: vom Skiservicetechniker oder der Skitechnikerin bis hin zum Almsenn oder der Almsennerin.

LPA/red/mac

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