Zeitlupe

1977 Italien: Vorreiter der inklusiven Schule 

Dienstag, 2.5.2023

Italien blickt in diesem Jahr auf 46 Jahre Geschichte schulischer Inklusion zurück.  

Im Jahr 1977 schuf Italien aufgrund einer progressiven Schulreform alle Sonderschulen des Landes ab. Grund dafür war ein massiver Bildungsnotstand in den 1960er-Jahren. Damals verließ der Großteil an Schülerinnen und Schüler nach den verpflichtenden fünf Jahren Grundschule die Bildungslaufbahn, während Kinder mit psychischen und physischen Beeinträchtigungen die Schule gar nicht besuchten. Aufgrund dieser Reform und weiterer Entwicklungsstrategien über die Jahre hinweg, werden mittlerweile 99 Prozent aller Schülerinnen und Schüler gemeinsam beschult. In Deutschland sind es vergleichsweise nur 46 Prozent und auch in Österreich sind Sonderschulen noch Teil des Schulsystems.

Angesichts solcher internationalen Vergleiche gilt Italien als Musterbeispiel für ein inklusives Schulsystem. Expertinnen und Experten sprechen bei der Geschichte der schulischen Inklusion in Italien vom „Learning by doing“, da viele inklusive Prozesse im Bildungssystem ausprobiert, wieder verworfen und erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingeführt wurden. Dadurch wurde der Inklusionsbegriff in Italien Jahr für Jahr ausgeweitet, weshalb heute neben der Einbeziehung körperlicher oder geistiger Einschränkungen auch auf emotionale, soziale Entwicklung, Sprache und kulturellen Hintergrund der Schülerinnen und Schüler Rücksicht genommen wird.  

Quelle: https://www.aktion-mensch.de/inklusion/bildung/hintergrund/positionen/streitbar-schulische-inklusion/inklusive-schule-italien 

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Gemeinsam den richtigen Groove finden

Dienstag, 1.9.2026

Bei den Sommermusikwochen in Eppan leitete die Südtiroler Jazzmusikerin und Saxophonistin Helga Plankensteiner erstmals den Kurs „Big Band“. Im INFO-Interview erzählt sie, warum das Spielen in einer Big Band wie Mannschaftssport funktioniert und wie Jugendliche an Jazz und Improvisation herangeführt werden.

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KI, Lernen und die Generation von morgen 

Mittwoch, 26.8.2026

Wie muss Schule auf eine neue Generation reagieren? Kann Künstliche Intelligenz Lehrpersonen entlasten? Und wie gelingt Lernen, das Neugier statt Leistungsdruck in den Mittelpunkt stellt? INFO stellt drei aktuelle Podcast-Folgen vor, die Denkanstöße für den Schulalltag liefern.  

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im Fokus

  • „Getun, wos zu tian wor“
    Sie ist in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, der Zweite Weltkrieg hat sie geprägt. Uroma Anna erinnert sich an eine Zeit, die heute unwirklich erscheint. Eine Reportage von Nathalie Baumgartner (Urenkelin) und Claudia Grossgasteiger für den Gabriel-Grüner-Schülerpreis.
  • „Die Welt gehört den Mutigen“
    Mit einem Praktikum sammelte Fiona Pichler wichtige Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft – und erkannte zugleich, wie viele Hürden Menschen mit Behinderung noch überwinden müssen. Im INFO-Interview spricht sie über persönliche Assistenz, Chancen und ihre Wünsche für die Zukunft.
  • Wie viel ist zu viel? Südtirol und der Skitourismus
    Der Skitourismus zählt zu den prägenden Wirtschaftszweigen Südtirols. Welche Auswirkungen er auf Mensch, Umwelt und Gesellschaft hat, untersucht Priska Hopfpartner in ihrem Videobeitrag für den Schülerinnen- und Schülerpreis CLAUS.
  • Gute Nacht
    Schlafstörungen, ständige Müdigkeit und Konzentrationsprobleme: In ihrem Videobeitrag für den Schülerinnen- und Schülerpreis CLAUS geht Nora Dejaco der Frage nach, warum immer mehr Jugendliche schlecht schlafen.
  • Wenn Bewegung Schule macht
    Beim 10. Südtiroler Sportforum Mals wird Bewegung zur Bildungsfrage: Rund 380 Sportlehrpersonen aus 21 Nationen kommen zusammen, um neue Impulse zu gewinnen – und darüber nachzudenken, wie der Sportunterricht Kinder und Jugendliche erreicht, stärkt und in Bewegung bringt.
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