Bundesjugendredewettbewerb mit Südtiroler Finalistinnen und Finalisten

Mittwoch, 11.6.2025

Vier Finalistinnen und ein Finalist des Südtiroler Redewettbewerbs treten beim Finale des Bundesjugendredewettbewerbs in der burgenländischen Hauptstadt an – Vierte Plätze in verschiedenen Kategorien.

61 Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 24 Jahren haben in verschiedenen Kategorien am diesjährigen Finale des 72. Jugendredewettbewerbs vom 26. bis 28. Mai in Eisenstadt im Burgenland teilgenommen; eine langjährige Zusammenarbeit zwischen Österreich und Südtirol ermöglicht diese Teilnahme. Die fünf Finalisten des Südtiroler Wettbewerbs waren am 9. und 10. April ermittelt worden (LPA hat berichtet). „Die Delegation aus Südtirol genoss es, Teil dieser kreativen und kritischen Gemeinschaft junger Menschen zu sein“, berichtet Anita Demetz vom Landesamt für Jugendarbeit, die die Siegerinnen und Sieger des Südtiroler Redewettbewerbs begleitet hat. Auch der Direktor des Ressorts Innovation und Forschung, Museen, Denkmalpflege, Deutsche Kultur und Bildungsförderung Armin Gatterer war in Eisenstadt dabei und zeigt sich vom hohen Niveau der Reden beeindruckt: „Die Jugendlichen haben viele Themen angesprochen, die für unsere Gesellschaft wichtig sind. Und schön war zu sehen, wie gut die Stimmung unter den Jugendlichen war und wie sie die Gelegenheit zum Austausch untereinander genutzt haben.“

Anna Antonia Zöggeler von der Mittelschule Terlan sprach zum Thema „Wer bin ich eigentlich?“. Sie legte ihre Gedanken dar: eine Gratwanderung zwischen dem Bedürfnis, zu einer Gruppe dazuzugehören, dem Erwartungsdruck der Mitmenschen und dem großen Wunsch, sich selbst zu verwirklichen. Mit einer aufgesetzten Maske überzeugte sie die Jury und erreichte in der Kategorie Klassische Rede – 8. Schulstufe den 4. Platz.

Nadia Oberprantacher vom Berufsbildungszentrum Emma Hellenstainer Gastronomie und Kulinarik in Brixen stellte sich gekonnt der Konkurrenz. Mit ihrem Thema „Kulinarik und Brauchtum in Südtirol“ vermittelte sie Informationen zu ungewöhnlichen Festtagen, individuellen Dialekten und einheimischen Gerichten. Anhand von konkreten Beispielen vermittelte sie die Südtiroler Tradition näher und regte Appetit auf Südtiroler Spezialitäten an. In der Kategorie Klassische Rede – Berufsschule kam sie auf den 4. Platz.

Florian Gutmann vom Sozialwissenschaftlichen, Klassischen, Sprachen- und Kunstgymnasiums in Meran hielt seine Rede zum Thema „An die Generation Z“ frei und ohne Stichwortvermerk. Er beleuchtete die Verhaltensweisen und Probleme dieser Generation und ging auf die Bedeutung von wahrer Freundschaft ein. Der Bruch zwischen Illusion und Realität und die Suche nach der Freude, die man noch nicht gefunden hat, waren seine Themen. Die sozialen Medien, „die eigentlich asozial sind“, sowie die Angst vor dem Alleinsein hat er mit persönlichem Bezug thematisiert. In der Kategorie Klassische Rede – Höhere Schulen hat er sich gut geschlagen und für seine Rede viel Applaus geerntet. Er landete auf dem 4. Platz.

Helena Wierer vom Sozialwissenschaftlichen Gymnasium und Fachoberschule für Tourismus in Bozen brachte eine sprachlich und inhaltlich treffende Darbietung zum Thema „Und die Demokratie… sie schnarcht“. Ihr Aufruf Mut zu haben, auf die Straße zu gehen und für die eigenen Ziele zu kämpfen, verband sie mit der Verantwortung die Demokratie zu leben. In der Kategorie Sprachrohr erreichte sie den 4. Platz.

Olivia Kaufmann vom Realgymnasium Bozen trat in der Kategorie Spontanrede an, bei der die Fragenstellung erst vor Ort ausgelost wird. Sie wählte den Themenbereich „Jugend und Familie“ und strukturierte ihre Rede zur Frage „Welche Ursachen haben Konflikte zwischen Jung und Alt“. Sie ging auf den Einfluss in der Erziehung von Eltern, Schule und Freunde ein und auf Konflikte, die durch eigenständiges Denken, neuen Weltanschauungen und Distanz zwischen Jung und Alt entstehen können. Der Schlüssel, um diese Konflikte zu beenden, sei ihrer Meinung nach gegenseitiges Zuhören, miteinander reden und sich austauschen. Sie konnte in ihrer Kategorie den 4. Platz erreichen.

Schulklassen und Lehrpersonen, Eltern, Verwandte, Freundinnen und Freunde verfolgten den Bundesjugendredewettbewerb über Livestream. Hier der Link zum Bericht im ORF.

LPA/red/mac

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