Multilingualink: Podcasts von Oberschulen auf RAI

Dienstag, 2.7.2024

Mehrsprachigkeit und die Beziehung junger Menschen zu den Sprachen und Kulturen der Provinz Bozen, das sind die Themen der Podcasts auf RAIPLAY Sound, die von Schülerinnen und Schülern von drei Oberschulen gestaltet wurden.

Ein sehr wertvolles Projekt vereinte die Fachoberschule für Wirtschaft, Grafik und Kommunikation „Julius und Gilbert Durst“ in Brixen mit dem Gymnasium „Torricelli“ in Bozen und der Wirtschaftsfachoberschule „Raetia“ in St. Ulrich in den vergangenen Monaten: Dank der Einladung von Sarah Viola, Inspektorin für die italienische Zweitsprache der Deutschen Bildungsdirektion, und der Journalistin Cristina Faloci von RAIRadio3, hatten die Schülerinnen und Schüler die besondere Gelegenheit, einen eigenen Podcast zu gestalten.

Das Projekt startete Mitte November 2023 und endete Mitte Juni 2024 mit der Veröffentlichung des Endprodukts auf der RAIPLAY SOUND-Plattform. Der Podcast, bestehend aus drei Episoden von jeweils etwa 20 Minuten, thematisiert die Mehrsprachigkeit und die Beziehung junger Menschen zu den Sprachen und Kulturen der Provinz Bozen. Jede Schule hat einen anderen und originellen Weg gefunden, ihre Identität am besten zum Ausdruck zu bringen. Die angehenden Podcasterinnen und Podcaster der Fachoberschule in Brixen, koordiniert von Lehrerin Cristina Corbetta, haben sich entschieden, über einige lokale Traditionen aus erster Hand zu berichten, die in anderen Regionen Italiens wahrscheinlich unbekannt sind. Die in der Schule geleistete Arbeit von 12 Schülerinnen und Schülern aus sieben verschiedenen Klassen (von der ersten bis zur fünften Klasse) mit fünf verschiedenen Muttersprachen, wurde durch die Möglichkeit gekrönt, die Endfassung am 12. April in den RAI-Studios in Bozen aufzunehmen. Es war ein superspannendes Abenteuer!

Emma Knapp, Elisa Tarantino, Kevin Jubani, Fatjona Qufaj, Cristina Corbetta (v.l.) Jan Maria Demetz (Mitte) Maria Scaggiante, Sofia Tulimiero, Desiré Kostner (vorne v.l.)

Desiré Kostner, Elisa Tarantino, Emma Knapp, Fatjona Qufaj, Simranpreet Kaur, Sofia Tulimieri, Jan Maria Demetz und Kevin Jubani hatten jede Menge Spaß und gaben während der Aufnahme ihr Bestes. Für einige war es fast die Erfüllung eines Traums und ein Ansporn, diesen Weg weiterzugehen. Das Ergebnis: Die drei Podcasts, begleitet von Reflexionen der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Schülerinnen und Schüler, wurden am Montag, dem 1. Juli, live in der POST IT-Sendung auf RAI RADIO 1 – Streaming-Site: POST IT – Podcast RSS Feed (rai.it) ausgestrahlt.

Die vollständige Sendung ist in der Mediathek derselben Website verfügbar. Am 7. Juli wird ab 10.45 Uhr auch ein Auszug der drei Podcasts von RAI Radio 3 in der Sendung „La Lingua batte“ ausgestrahlt. Der Podcast erweist sich in Schulen als  Lehrmittel, da er es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, ein breites Spektrum transversaler Kompetenzen zu entwickeln. Durch die Erstellung eines Podcasts verbessern die Lernenden ihre Kommunikations- und Schreibfähigkeiten, lernen, im Team zu arbeiten und komplexe Projekte zu managen. Darüber hinaus stimuliert der Einsatz von Technologie beim Aufzeichnen und Bearbeiten von Episoden Kreativität und Innovation.

Podcasts fördern auch die Auseinandersetzung mit kulturellen und sozialen Themen und ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, ihre Ideen und Überlegungen auf dynamische und ansprechende Weise auszudrücken und zu teilen. Aus diesen Gründen stellt die Integration von Podcasting in die Lehrpläne der Schulen einen erheblichen Mehrwert für die moderne Bildung dar und bereitet die Schülerinnen und Schüler darauf vor, in einer zunehmend digitalen Welt selbstbewusste und kompetente Bürgerinnen und Bürger zu sein. Für diese spannende Erfahrung danken wir Cristina Faloci von RAIRadio 3 („La Lingua batte“), die die Fäden des Projekts gezogen hat, Alessandra Tortosa  und Valentina Cibin von RAI Alto Adige für ihre Unterstützung und technische Beratung sowie dem Direktor von RAI Außenstelle Bozen, Paolo Mazzucato, der an dieses Abenteuer immer geglaubt hat!

Cristina Corbetta

„Wir müssen Schulen wirklich transformieren“

Mittwoch, 14.10.2026

Anne Sliwka kennt Schulsysteme von Kanada bis Neuseeland. Die Bildungswissenschaftlerin erklärt im INFO-Interview, warum gute Schulen keine Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer brauchen, weshalb Kinder erst ein solides Wissensfundament benötigen und wie Künstliche Intelligenz das Lernen verändert. Vor allem aber fordert sie: Schule darf nicht stehen bleiben.

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Ganz schön rot

Freitag, 9.10.2026

Mit viel Rot und einer neuen Lehrküche startet die Fachschule Haslach in einen neuen Abschnitt: Der moderne Lernraum soll praxisnahes Arbeiten, Genuss und Ernährungsbildung verbinden.

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Lernwelten

  • Glaziologie-Camp: Alpine Ökosysteme im Blick
    Oberschülerinnen und Oberschüler vertiefen im Nationalpark Stilfserjoch Landschaftsformen und Lebensräume im Hochgebirge – Initiative der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion
  • Schule anders gedacht
    Die WFO „Franz Kafka“ in Meran geht neue Wege im Unterricht: Seit diesem Schuljahr ersetzen Module die bisherige Semesterstruktur, selbstgesteuertes Lernen bekommt mehr Raum. Damit sollen Jugendliche eigenständiger arbeiten und individuelle Lernwege ermöglicht werden. 
  • Musik kennt keine Grenzen
    Gemeinsam musizieren, sich ausprobieren und Teil einer Gemeinschaft sein: Bei „Musik ohne Grenzen“ kamen in der Musikschule Auer 18 Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen zusammen. Kursleiterin Verena Koler erklärt im INFO-Interview, was Musik ohne viele Worte ermöglichen kann und wie inklusive Angebote an den Musikschulen ausgebaut werden sollen.
  • Wurzeln stärken, Vielfalt erleben
    Kulturelle Erfahrungen prägen Kinder von Anfang an. Wenn Kindergärten Theater, Feste, Geschichten oder Musik in ihren Alltag einbinden, eröffnen sie einen lebendigen Zugang zur Welt – und stärken Neugier, Sprache und gegenseitigen Respekt.
  • Das Kindergarten- und Schuljahr 2026/2027 beginnt
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