Kooperationspartnerschaften im Kindergarten St.Jakob/Grutzen 

Mittwoch, 10.4.2024

Der Kindergarten als Teil der Sozial- und Bildungslandschaft eines Dorfes. Ein Beispiel für gelingende Zusammenarbeit mit der Grundschule, der Musikschule und der Bibliothek. 

Seit geraumer Zeit pflegt der Kindergarten St. Jakob/Grutzen eine rege und für beide Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit mit der Grundschule, wobei der Fokus auf die sprachliche Bildung der Kinder gelegt wird. 
Seit drei Jahren kommt eine Sprachlehrperson zweimal in der Woche für jeweils zwei Stunden in den Kindergarten. Die Lehrerin Katja Mitterstätter arbeitet mit den einzuschulenden Kindern in Kleingruppen zum Schwerpunkt Sprachliche Bildung. Den Kindergarten besuchen viele Kinder aus zwei- oder mehrsprachigen Familien, daher wird ein besonderes Augenmerk auf die Begleitung der Sprachentwicklung der Kinder gelegt. Die Sprachlehrperson arbeitet themenbezogen über einen längeren Zeitraum mit den Kindern. Dabei werden Themen wie beispielsweise der Körper, die Jahreszeiten, die Kleidung, die Wochentage, die Musik, das Bilderbuch „Frederick“ oder „Die kleine Raupe Nimmersatt“…. behandelt. 

Die Lehrperson bietet Sprachspiele zur Wortschatzerweiterung und Begriffsbildung mit spezifischen Materialien, Lieder, Bewegungsspiele, Bilderbücher, eigens zum Schwerpunkt gestaltete Würfelspiele und vieles andere mehr an.  Die angeleiteten Tätigkeiten und die Beobachtungen zu den Kindern durch die Lehrperson sind für die Bildungsarbeit im Kindergarten eine große Bereicherung. Im Rahmen der Bildungspartnerschaft mit den Familien bietet die Lehrerin auch Elterngespräche an, welche von den Familien gerne genutzt werden. 

Die einzuschulenden Kinder werden außerdem jedes Jahr mehrmals in die Grundschule St. Jakob eingeladen. Sie erhalten die Möglichkeit, das Schulgebäude zu besichtigen oder werden zu einem Besuch in verschiedene Klassen eingeladen. Die Kinder haben so die Möglichkeit ihre Freunde in der Schule wiederzusehen und vieles Neues kennenzulernen, das den Übergang in die nächste Bildungsstufe erleichtert. 

Der Kindergarten arbeitet zudem seit drei Jahren eng mit der Musikschule Leifers zusammen. Das Angebot der Musiklehrperson im Kindergarten richtet sich an die Kinder, die das letzte Jahr den Kindergarten besuchen. Dieses Kooperationsprojekt findet großen Anklang. Die Musiklehrerin Karmen Rogina ist einmal pro Woche im Kindergarten und arbeitet jeweils eine halbe Stunde mit den beiden Kleingruppen. 

Es ist Karmen sehr wichtig, die Kinder ganzheitlich mit allen Sinnen und in spielerischer Form musikalisch zu fördern. 

Es gibt ein vielfältiges Musik- und Liedangebot, welches sehr abwechslungsreich mit Liedern, rhythmischen Spielen und Sprechtexten, Bewegungsspielen mit Musik, Klanggeschichten, Geräuschspielen, Tänzen, Aktivitäten mit Musikinstrumenten (Orff-Instrumenten) gestaltet wird. Karmen begleitet die Spiele und Lieder auch mit Querflöte, Piccoloflöte und Ukulele. 

Die Sprachkindergärtnerin begleitet die Kinder beim Angebot der Musikschule und fungiert auch als Multiplikatorin, indem sie bei ihren Angeboten die Lieder und Spiele wiederholt und sie an die anderen pädagogischen Fachkräfte weitergibt, die sie dann im täglichen Kindertreff in den jeweiligen Kindergartengruppen einbauen. 

Einen zentralen Punkt in der Kooperationspartnerschaft stellt auch die Zusammenarbeit mit der Bibliothek St.Jakob/Grutzen dar. Der intensiven Zusammenarbeit zwischen der Sprachkindergärtnerin und der Bibliothekarin Leni Zanlucchi ist es zu verdanken, dass die einzuschulenden Kinder einen monatlichen Besuch der deutschsprachigen Dorf-Bibliothek, die sich im selben Gebäude wie der Kindergartens befindet, machen dürfen. Beim ersten Besuch führte Leni, mit Hilfe von „Bibliotheksmäusen“ – gefalteten Papiermäusen – , die sich überall in der Bibliothek versteckt haben, die Kinder in die verschiedenen Abteilungen ein. Bei den weiteren Treffen lasen die Bibliothekarin zusammen mit ihrer Kollegin Verena Frasnelli verschiedene Bilderbücher und Kamishibai´s. Dabei gestalten sie die Erzählungen als Legegeschichten oder stellen die Geschichten mit Hilfe von Figuren und Bildern dar. Einmal las Verena sogar aus ihrem eigenen Buch „Ei,Ei,Ei,…wem gehört das Ei“ vor.  Bei jedem Besuch in der Bibliothek suchten die Kinder Bilderbücher aus und entlehnten sie für die Kinderbibliothek des Kindergartens. 

Micaela Callegari, Sprachkindergärtnerin

„Wir müssen Schulen wirklich transformieren“

Mittwoch, 14.10.2026

Anne Sliwka kennt Schulsysteme von Kanada bis Neuseeland. Die Bildungswissenschaftlerin erklärt im INFO-Interview, warum gute Schulen keine Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer brauchen, weshalb Kinder erst ein solides Wissensfundament benötigen und wie Künstliche Intelligenz das Lernen verändert. Vor allem aber fordert sie: Schule darf nicht stehen bleiben.

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Ganz schön rot

Freitag, 9.10.2026

Mit viel Rot und einer neuen Lehrküche startet die Fachschule Haslach in einen neuen Abschnitt: Der moderne Lernraum soll praxisnahes Arbeiten, Genuss und Ernährungsbildung verbinden.

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Lernwelten

  • Glaziologie-Camp: Alpine Ökosysteme im Blick
    Oberschülerinnen und Oberschüler vertiefen im Nationalpark Stilfserjoch Landschaftsformen und Lebensräume im Hochgebirge – Initiative der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion
  • Schule anders gedacht
    Die WFO „Franz Kafka“ in Meran geht neue Wege im Unterricht: Seit diesem Schuljahr ersetzen Module die bisherige Semesterstruktur, selbstgesteuertes Lernen bekommt mehr Raum. Damit sollen Jugendliche eigenständiger arbeiten und individuelle Lernwege ermöglicht werden. 
  • Musik kennt keine Grenzen
    Gemeinsam musizieren, sich ausprobieren und Teil einer Gemeinschaft sein: Bei „Musik ohne Grenzen“ kamen in der Musikschule Auer 18 Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen zusammen. Kursleiterin Verena Koler erklärt im INFO-Interview, was Musik ohne viele Worte ermöglichen kann und wie inklusive Angebote an den Musikschulen ausgebaut werden sollen.
  • Wurzeln stärken, Vielfalt erleben
    Kulturelle Erfahrungen prägen Kinder von Anfang an. Wenn Kindergärten Theater, Feste, Geschichten oder Musik in ihren Alltag einbinden, eröffnen sie einen lebendigen Zugang zur Welt – und stärken Neugier, Sprache und gegenseitigen Respekt.
  • Das Kindergarten- und Schuljahr 2026/2027 beginnt
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