Erste-Hilfe-Unterricht an Grundschulen

Wenn Kinder Leben retten lernen 

Dienstag, 24.3.2026

Jedes Jahr erwerben rund 3.000 Grundschulkinder Erste-Hilfe-Kenntnisse – ermöglicht durch ein Gemeinschaftsprojekt von Weißem Kreuz und Deutscher Bildungsdirektion.

Was vor mehr als zwei Jahren als Pilotprojekt begann, ist heute selbstverständlicher Teil des Unterrichts: In zahlreichen deutschsprachigen Grundschulen Südtirols lernen Kinder, was im Notfall zu tun ist. Rund 3.000 Schülerinnen und Schüler pro Jahr profitieren inzwischen vom Gemeinschaftsprojekt des Weißen Kreuzes und der Deutschen Bildungsdirektion. 

Eine stille Szene mit Signalwirkung

Es wirkt unscheinbar, ist aber bemerkenswert: In einem Klassenzimmer kniet eine Viertklässlerin neben ihrer Mitschülerin. Ruhig kontrolliert sie die Atmung, legt den Kopf sanft nach hinten, bringt den Körper in die stabile Seitenlage – Handgriffe, die viele Erwachsene nur vom Hörensagen kennen. Keine Übungspuppe, keine Sanitäterin. Nur zwei Grundschulkinder, die wissen, wie man hilft. 

Vom Pilotprojekt zur verankerten Praxis

Aus der einstigen Pilotphase vor mehr als zwei Jahren ist eine etablierte Unterrichtspraxis geworden. 160 Klassen nahmen im vergangenen Herbst teil. Und an vielen deutschsprachigen Grundschulen ist Erste Hilfe mittlerweile fest in der gesellschaftlichen Bildung verankert. Kinder lernen einen Notruf richtig abzusetzen, Wunden zu versorgen oder jemanden richtig zu lagern – grundlegende Handgriffe, die im Ernstfall entscheidend sein können. 

Wunden richtig versorgen muss gelernt sein. Beim Erste-Hilfe-Unterricht wird dieses Wissen an Schülerinnen und Schüler vermittelt. 

Stärkere Rolle der Lehrpersonen

Eine zentrale Rolle für die nachhaltige Etablierung der Erste-Hilfe-Maßnahmen an den deutschsprachigen Grundschulen spielen die Lehrpersonen: Nach einer fachlichen Einführung durch Mitarbeitende des Weißen Kreuzes gestalten viele Lehrpersonen die Erste-Hilfe-Einheiten inzwischen eigenständig und sorgen dafür, dass Erste Hilfe nicht nur punktuell vermittelt, sondern kontinuierlich geübt wird.

Praxisnahes Material kindgerecht entwickelt

Damit Theorie und Praxis ineinandergreifen, steht ein eigens entwickeltes Bücherpaket bereit: ein Basisbuch, Arbeitshefte sowie Lösungshefte für die Lehrpersonen – pädagogisch und altersgerecht aufgebaut und gemeinsam mit der Kinderbuchautorin Isabelle Halbeisen erarbeitet. Ergänzend dazu gibt es Übungsmaterialien für praktische Einheiten. Und zu Schuljahresbeginn erhalten die Lehrpersonen ein Webinar durch Weißes Kreuz-Mitarbeitende, das den Einstieg erleichtert. 

Nach einer kurzen theoretischen Einführung durch Mitarbeitende des Weißen Kreuzes dürfen die Kinder und Jugendlichen alle Handgriffe selbst ausprobieren. 

Neu dabei: die ladinischen Schulen

Wurde die Pilotphase über die 5-Promille-Zuweisungen an das Weiße Kreuz finanziert, so werden die Schulen inzwischen über Landesförderungen mit den Unterrichtsmaterialien ausgestattet. Eine Ausweitung der Erste-Hilfe-Einheiten auf die deutschsprachigen Mittelschulen ist angedacht, damit Erste-Hilfe-Kompetenzen nicht mit der Grundschule enden, sondern weiter gestärkt werden. 

Seit diesem Schuljahr wird das Erste-Hilfe-Projekt auch an den ladinischen Schulen umgesetzt. Damit erweitert sich der Kreis der beteiligten Schulen und jener der Projektpartner: das Weiße Kreuz, die Deutsche und ladinische Bildungsdirektion.

Erste-Hilfe-Unterricht in der Mittelschule Tita Alton in Stern im Gadertal: Sofia Castlunger (ladinische Bildungsdirektion) (v.l.), Emma Valentin, Elisa Boi, Hermann Delucca.
INFO Redaktion

Erste-Hilfe-Unterricht an Grundschulen

Digitale Medien: Orientierung für die ersten Lebensjahre 

Freitag, 22.5.2026

Smartphones und Tablets gehören längst zum Familienalltag – oft schon bei den Kleinsten. Das Projekt DigiKids Vinschgau setzt genau hier an und will Fachkräfte und Eltern für einen bewussten Umgang sensibilisieren. Kernstück sind neue Informationsflyer für Familien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren. Sylvia Baumgartner und Evi Brugger vom Kindergartensprengel Schlanders erklären im Interview, wie diese entstanden sind und welche Orientierung sie bieten. 

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„Es beginnt mit einem Traum“ 

Dienstag, 19.5.2026

Eine Schule, die kurz vor dem Aus stand, gilt heute als Vorbild: In Mülheim an der Ruhr in Nordrhein-Westfalen hat Schulleiterin Nicola Küppers einen radikalen Wandel angestoßen – hin zu einer Schule, die Beziehung, Verantwortung und individuelle Förderung ins Zentrum stellt. Wie dieser Weg gelungen ist – und was andere daraus lernen können. 

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Lernwelten

  • Gemeinsam stark für Vielfalt
    Mit der Frage, wie Vielfalt im Alltag bewusst sichtbar gemacht und thematisiert werden kann, haben sich Pädagogische Fachkräfte der Kindergartensprengel Lana, Meran und Schlanders in einer gemeinsamen Initiative zur vorurteilsbewussten Bildung beschäftigt.
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    „Wos, wenn’s irgndwo nö bessa, nö lauta, nö glitzernder isch?“  Mit dieser Frage stand das Singspiel „Håns bleib do“ der Musikgrundschule Lappach am 19. April 2026 im Vereinshaus im Mittelpunkt.
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