Sprachenzentren: Jahresbericht gibt Überblick über Tätigkeit 2025

Freitag, 20.2.2026

Jahresbericht 2025 der Sprachenzentren der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion erschienen – Bildungsarbeit auf nachhaltigen Umgang mit Vielfalt ausgerichtet

Die Sprachenzentren arbeiten sprachgruppen- und bildungstufenübergreifend und unterstützen Kindergärten und Schulen bei der Förderung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit anderen Erstsprachen als den Landessprachen. Sie vermitteln und finanzieren interkulturelle Mediatorinnen und Mediatoren, die Kindergärten und Schulen bei der Kommunikation mit den Familien unterstützen. Im vergangenen Jahr 2025 wurden insgesamt 3550 Stunden interkulturelle Mediation durchgeführt.

Die Sommersprachkurse für Deutsch und Italienisch sind ein weiteres Angebot, das von Schulen und Familien sehr geschätzt wird. Im August 2025 wurden 316 Kurse für 2868 Kinder und Jugendliche organisiert.

Im Verlauf des Schuljahres organisieren die Sprachenzentren gemeinsam mit den Schulen Netzwerkkurse für Deutsch und Italienisch für Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen und Oberschulen in den größeren Orten. Diese Netzwerkkurse ermöglichen eine intensive Sprachförderung in der Kleingruppe und bieten den Schülerinnen und Schülern gleichzeitig auch die Möglichkeit, in einem Klassenverband mit Gleichaltrigen in Sprache, Gesellschaft und Kultur hineinzuwachsen.

Außerdem werden von den Sprachenzentren Netzwerkprojekte zwischen Kindergärten und Grundschulen begleitet, in denen Kinder und Eltern am Übergang vom Kindergarten in die Schule sprachliche, emotionale und organisatorische Unterstützung erhalten.

Ein wesentliches Arbeitsfeld der Sprachenzentren ist die Beratungs- und Fortbildungstätigkeit. Die Beratung richtet sich zum einen an das Personal der Kindergärten und Schulen, zum anderen auch an Familien sowie die Kinder und Jugendlichen selbst. Im vergangenen Jahr wurden in 2231 Stunden 11.406 Personen in der Beratung erreicht.

Die Schülerzahlen bestätigen, dass sprachliche und kulturelle Vielfalt in den meisten Kindergärten und Schulen gegeben ist. Die Gesamtanzahl der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den Kindergärten und Schulen bleibt jedoch seit 2019 weitgehend gleich. In deutschsprachigen Kindergärten und Schulen haben 9,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen eine ausländische Staatsbürgerschaft, in den italienischsprachigen 24,3 Prozent, in den ladinischsprachigen 6,8 Prozent.

Jahresbericht der Sprachenzentren als PDF zum Download: sprachen.provinz.bz.it/de/sprachenzentren-jahresberichte

INFO Redaktion/LPA

Vorlesen beflügelt…

Dienstag, 17.2.2026

Regelmäßiges Vorlesen stärkt Sprache, Fantasie und soziale Kompetenzen von Kindern. Im Kindergarten Girlan wird diese Erfahrung seit Jahren durch eine enge Zusammenarbeit mit der Bibliothek Girlan lebendig gepflegt.

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Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis stärken

Donnerstag, 12.2.2026

Wie lassen sich theoretische Konzepte aus dem Studium mit dem pädagogischen Alltag verbinden? In der EduSpace Lernwerkstatt am Campus Brixen der Freien Universität Bozen zeigten Praxisbegegnungen mit einer erfahrenen Kindergartenpädagogin, wie Professionalisierung im Zusammenspiel von Wissenschaft, Reflexion und konkretem Handeln gelingt.

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Im Fokus

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    Kinder, die aufgrund ihrer Krankheit monatelang keine Regelschule besuchen dürfen, finden in der Krankenhausschule Bozen einen geschützten Lernort. Ulrike Grünberger unterrichtet auf der onko-hämatologischen Tagesklinik – dort, wo Schule Normalität schafft in einem von Krankheit geprägten Alltag.
  • „Wind in die Segel pusten“ 
    Feedback begleitet junge Musikerinnen und Musiker oft ein Leben lang. Kristin Thielemann, eine der bekanntesten Expertinnen der Musikpädagogik, erklärt im INFO-Interview, warum Rückmeldungen im Musikunterricht besonders wirksam sind, wie sie motivieren statt verunsichern – und was Schule insgesamt davon lernen kann. 
  • „Schule darf und soll Fehler machen“
    Fünf Schulen, unterschiedliche Voraussetzungen – und ein gemeinsames Ziel: Unterricht so weiterzuentwickeln, dass er der Vielfalt der Schülerinnen und Schüler gerecht wird. Als Pilotschule im Projekt „Wege in die Bildung 2030 – Guter Unterricht in der inklusiven Schule“ stellt sich der Schulsprengel Meran/Untermais grundlegende Fragen: Was brauchen Schülerinnen und Schüler wirklich? Welche Rolle haben Lehrpersonen? Wie gelingt es, dass Kinder Lernen wieder mit Freude verbinden? Ein Gespräch mit Direktorin Michaela Dorfmann.
  • Der Jugend mehr zutrauen
    Nadine Thomaseth ist die neue Vorsitzende des Landesbeirats der Schülerinnen und Schüler in Südtirol. Im INFO-Interview spricht sie über Mitsprache, politische Bildung, Digitalisierung, fehlende Ausflüge – und darüber, warum Schule jungen Menschen mehr zutrauen sollte.
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