Nachhaltiger Umgang mit Vielfalt: Jahresbericht der Sprachenzentren

Montag, 3.2.2025

Der Jahresbericht der Sprachenzentren der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion ist erschienen. Er gibt einen Überblick über die Tätigkeiten zur Unterstützung der Kindergärten und Schulen in Südtirol.

Kindergärten und Schulen durch interne Fortbildung und Beratung bei der Erarbeitung von Konzepten zu unterstützen und die Bildungsarbeit auf einen nachhaltigen Umgang mit Vielfalt auszurichten: darauf zielen die Tätigkeiten der Sprachenzentren ab. Übergänge zwischen den Bildungsstufen und Sprachenbildung, Zusammenarbeit mit Familien und die Aus- und Weiterbildung der pädagogischen Fachkräfte und Lehrpersonen sind dabei einige Themen, die in Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Bildungs- und Forschungsbereich Berücksichtigung finden und ständig weiterentwickelt werden, etwa mit der Freien Universität Bozen, der Universität Innsbruck und Eurac Research.

Die Sprachenzentren arbeiten sprachgruppen- und bildungsstufenübergreifend, sie unterstützen Kindergärten und Schulen bei der Förderung und Begleitung von von Kindern und Jugendlichen mit anderen Erstsprachen als den Landessprachen. Grundlage dafür ist ein Beschluss der Landesregierung vom September 2020. Die Sprachenzentren vermitteln und finanzieren interkulturelle Mediatorinnen und Mediatoren, die Kindergärten und Schulen bei der Kommunikation mit den Familien unterstützen. Im vergangenen Jahr wurden rund 4000 Stunden interkulturelle Mediation angefragt und genehmigt.

Die Sommersprachkurse für Deutsch und Italienisch sind ein weiteres Angebot, das von Schulen und Familien sehr geschätzt wird. Im August des Vorjahres wurden 318 Kurse für knapp 3000 Kinder und Jugendliche organisiert.

Im Verlauf des Schuljahres organisieren die Sprachenzentren gemeinsam mit den Schulen Netzwerkkurse für Deutsch und Italienisch für die Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen und Oberschulen in den größeren Orten. Dieses Modell bietet den Kindern und Jugendlichen eine intensive Sprachförderung in der Kleingruppe, gibt ihnen gleichzeitig aber auch die Möglichkeit, in einem Klassenverband mit Gleichaltrigen in Sprache, Gesellschaft und Kultur hineinzuwachsen. Auch Netzwerkprojekte zwischen Kindergärten und Grundschulen, in denen Kinder und Eltern am Übergang vom Kindergarten in die Schule sprachliche und organisatorische Unterstützung erhalten, werden von den Sprachenzentren begleitet.

Ein wesentliches Arbeitsfeld der Sprachenzentren ist die Beratungs- und Fortbildungstätigkeit. Die Beratung richtet sich zum einen an das Personal der Kindergärten und Schulen, zum anderen auch an Familien sowie die Kinder und Jugendlichen selbst. Im vergangenen Jahr wurden in 2800 Stunden 10.660 Personen in der Beratung erreicht.

Die Schülerzahlen bestätigen, dass sprachliche und kulturelle Vielfalt in den meisten Kindergärten und Schulen gegeben ist. Die Gesamtanzahl der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den Kindergärten und Schulen bleibt jedoch seit 2019 weitgehend gleich. An deutschsprachigen Kindergärten und Schulen haben 9,2 Prozent der Kinder und Jugendlichen eine ausländische Staatsbürgerschaft, in den italienischsprachigen 24,1 Prozent, in den ladinischsprachigen 6,7 Prozent.

LPA/red/mac

Wann Heimat aufhört

Donnerstag, 2.7.2026

Mit einer Reportage über Klaus, 82, dem ältesten Bauer von Moos in Passeier, gewannen Annalena Gufler und Fabian Pircher von der Landesberufsschule Gutenberg den diesjährigen Gabriel-Grüner-Schülerpreis. Seine Geschichte erzählt von einem Leben voller Arbeit. Was passiert, wenn er einmal nicht mehr da ist?

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Vergangenheit und Zukunft des Ladinischen

Dienstag, 30.6.2026

Mit einem Videofeature über die ladinische Sprache hat Maria Erhard vom Kunstgymnasium Bruneck den diesjährigen Schüler:innenpreis CLAUS gewonnen. Für ihren Beitrag sprach die Schülerin mit Menschen aus ihrem Heimatdorf Enneberg – auch mit jenen, die Ladinisch erst später im Leben gelernt haben.

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Vize-Europameister im Forst: Fürstenburger Team holt Silber in Kärnten

Montag, 29.6.2026

Großer Erfolg für die Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg: Bei der „European Students Championship in Forestry Skills 2026“ in Kärnten erreichten die vier Südtiroler Teilnehmer den zweiten Gesamtrang unter 24 Teams aus 18 europäischen Ländern. Besonders stark präsentierte sich das Team im Forstparcours, in dem es den zweiten Platz belegte.

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Service

  • Orchesterprojekte: Zwei künstlerische Leitungen ausgeschrieben
    Für Holzblasorchester HoBla-O und Jugend Brass Band Südtirol sucht die Landesmusikschuldirektion jeweils eine künstlerische Leitung – Bewerbungen sind bis Ende des Monats einzureichen
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  • Mit Erasmus+ neue Horizonte öffnen
    Deutsche Bildungsdirektion unterstützt Personal der Bildungseinrichtungen mit finanziellen Mitteln aus zwei Erasmus+-Mobilitätsprojekten – Bewerbungen für fünfte Finanzierungsperiode bis zum 31. Juli
  • Stellenwahl für Unterricht an deutschsprachigen Schulen ab 25. Juni
    Stellenwahl für Lehrpersonen der deutschsprachigen Grundschulen, Mittelschulen und Oberschulen (staatlicher Art) für Schuljahr 2026/2027 wird am 25. Juni eröffnet und online durchgeführt
  • Auf in eine italienischsprachige Schule außerhalb Südtirols
    Informationstreffen für Eltern und Schülerinnen und Schüler, die im kommenden Schuljahr an ESF-Schülermobilitätsprojekt „LISE – Lingua Seconda“ der Deutschen Bildungsdirektion teilnehmen
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