Gedenken mit Gegenwartsbezug 

Lernen in Zeiten großer Umbrüche 

Samstag, 31.1.2026

Beim diesjährigen „Memorial Day“ am Realgymnasium „Albert Einstein“ und an der TFO „Oskar von Miller“ in Meran verbanden Schülerinnen und Schüler das Gedenken an den Holocaust mit aktuellen Fragen zur Zukunft von Schule, Bildung und Künstlicher Intelligenz – selbst organisiert, kritisch und verantwortungsvoll. 

Der 27. Jänner ist der internationale Gedenktag der Befreiung von Auschwitz, Symbol für die systematische Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen durch das NS-Regime. Gedenken bleibe unverzichtbar, betonte die Maturantin Charlotte Wiemann Raffeiner vom Realgymnasium „Albert Einstein“ in Meran: als Auftrag, Verantwortung zu übernehmen, hinzusehen und der Unmenschlichkeit entschieden entgegenzutreten. 

Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung 

Am Realgymnasium „Albert Einstein“ (RG) und an der Technischen Fachoberschule „Oskar von Miller“ (TFO) in Meran ist dieser Tag seit Jahren mehr als bloße Erinnerung. Er verbindet historisches Bewusstsein mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Heuer stand der „Memorial Day“ unter dem Motto: „Zwischen Kreide und KI – Ist unser Schulsystem noch zeitgemäß?“ Erstmals wurde der Vormittag vollständig von Schülerinnen und Schülern organisiert – ein starkes Zeichen gelebter Mitverantwortung. Den thematischen Rahmen spannte RG-Maturantin Theresa Wolf, die Erinnerungskultur mit den Herausforderungen moderner Bildung verband. 

An den Arbeitstischen wird konzentriert diskutiert und beraten. 

„Empathie und Beziehung sind das Herz guter Schule“ 

In kurzen Referaten diskutierten Schülerratsvorsitzender Max Ebensperger, Schulratspräsident Matthias Wolf und Professor Christian Zelger zentrale Zukunftsfragen des Systems Schule. Ebensperger unterstrich, dass Lehrpersonen durch KI nicht ersetzbar seien: „Empathie und Beziehung sind das Herz guter Schule.“ Gleichzeitig müsse der verantwortungsvolle Umgang mit KI gelernt werden. Zelger betonte die Bedeutung tragfähiger Beziehungen: Investitionen in Menschen seien nachhaltiger als Investitionen in Technik. „Schule muss Zusammenhalt fördern, Kompetenzen vermitteln und junge Menschen befähigen, selbstbestimmt zu leben,“ ergänzte Schulratspräsident Wolf. 

Reformieren, neu bauen oder neu erfinden? 

Im zweiten Teil arbeiteten Schülerinnen und Schüler an acht thematischen Arbeitstischen. Im Fokus standen unter anderem Unterrichtsorganisation, Leistungsbewertung, Digitalisierung, Lernkultur, Inklusion, mentale Gesundheit und Lernräume der Zukunft. Deutlich wurde: Das Schulsystem braucht einen Innovationsschub. Gefordert wurden mehr Projektarbeit, individuelle Förderung, Mitbestimmung sowie flexible Zeit- und Raumkonzepte. Der klassische 50-Minuten-Takt und starre Stundenpläne wurden ebenso kritisch hinterfragt wie traditionelle Raumkonzepte. Schule, so das Fazit vieler Gruppen, müsse stärker Lebensraum werden – mit sozialen Begegnungszonen, kreativen Lernlandschaften und Rückzugs-, aber auch Bewegungsräume. 

Schulleitung sowie Schüler und Schülerin am Podium: Nachdenken über das Schulsystem.

Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Schule im 21. Jahrhundert: reformieren, neu bauen oder neu erfinden?“ Unter der Moderation von Professor Ewald Kontschieder diskutierten Schulratspräsident Wolf, Schulinspektor Piero Di Benedetto, Direktor David Augscheller, Vizedirektor Josef Prantl, RG-Schülerin Charlotte Wiemann Raffeiner und TFO-Maturant Max Ebensperger.  

Einigkeit herrschte darüber, dass das Südtiroler Schulsystem keineswegs schlecht sei, jedoch mutige Reformschritte brauche. Schule sei immer nur so gut wie die Menschen, die sie aktiv gestalten. Veränderung müsse daher gemeinsam, dialogisch und mit Offenheit erfolgen. Ein großes Plus: „Die Schülerinnen und Schüler haben eindrücklich gezeigt, dass sie mitgestalten und Verantwortung übernehmen können und wollen“, betonte Vizedirektor Josef Prantl.  

Autor: Josef Prantl 

Gedenken mit Gegenwartsbezug 

Wenn Geschichten lebendig werden

Dienstag, 17.3.2026

Wenn Geschichten lebendig werden, wächst die Freude an Sprache. In mehreren Kindergärten in Eppan las die Kinderbuchautorin Jutta Nymphius aus ihren Büchern und bezog die Kinder aktiv in die Geschichten ein. Eine Begegnung, die Fantasie, Zuhören und Erzählen förderte und vieles in Bewegung brachte.

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Gedenken mit Gegenwartsbezug 

Wenn ein Experiment außer Kontrolle gerät: „Die Welle“ am Vinzentinum

Donnerstag, 12.3.2026

Die Maturaklasse des Vinzentinums in Brixen bringt heuer das Theaterstück „Die Welle“ auf die Bühne. Im Interview erzählen Valentina Maria Nardelli, Victoria Vay und Moritz Niederrutzner, warum sie sich für das gesellschaftskritische Stück entschieden haben – und was sie dabei über Gruppendruck, Verantwortung und ihre Klassengemeinschaft gelernt haben.

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Service

  • Kleinfeldfußball auf den Talferwiesen: Landesmeistertitel ausgespielt
    Zwei Tage, zwei Felder, 33 Mannschaften: Auf den Talferwiesen in Bozen spielten am 10. und 11. März die Schulmannschaften die Landesmeister und Landesmeisterinnen im Kleinfeldfußball aus. Die Jungen des OSZ-Mals und die Mädchen der WFO/TFO „Julius und Gilbert Durst“ Brixen holten sich den Titel.
  • Landesjugendorchester Südtirol: Konzerte in Meran und Toblach
    Das Landesjugendorchester Südtirol LJOS gibt am Wochenende unter der Leitung von Edwin Cáceres-Peñuela Konzerte im Kursaal in Meran und im Grand Hotel in Toblach
  • „School Together“: Jugendliche mit Migrationsgeschichte individuell begleiten
    Das Projekt „School Together“ begleitet 13- bis 20-Jährige in Bruneck und Umgebung durch den Alltag – mit schulischem Coaching, Kultur und Sport. Ziel ist es, die Jugendlichen in der Schule gezielt zu unterstützen und ihnen eine Teilhabe zu ermöglichen, die langfristig trägt.
  • CareTeam-Tagung in Auer
    Der Schulverbund Überetsch/Unterland lädt am 20. März 2026 zur 3. Südtiroler CareTeam-Tagung in Auer ein. Die Veranstaltung bietet Vertreterinnen und Vertretern aller Care-Teams des Landes eine zentrale Plattform, um Fachwissen zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und die landesweite Vernetzung zu stärken.
  • „Unser Essen – unser Leben“
    Tagung an der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Haslach am 20. März 2026
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