Vorlesetage als Zeichen kultureller Vielfalt

Über dreißig Veranstaltungen gibt es vom 15. Mai bis 4. Juni in ganz Südtirol – Vorleseaktionen finden in 36 unterschiedlichen Sprachen für Jung und Alt statt.
21 Bibliotheken, davon 6 Schulbibliotheken, einige Sprachenzentren und die Universität in Brixen organisieren rund um den Welttag der kulturellen Vielfalt am 21. Mai Vorleseaktionen in verschiedenen Sprachen.
Die Initiative #multilingual-Vorlesetag wird zum fünften Mal vom Amt für Weiterbildung und Sprachen sowie dem Amt für Bibliotheken und Lesen der Abteilung Deutsche Kultur und dem Amt für Weiterbildung, Bibliotheken und audiovisuelle Medien der Abteilung Italienische Kultur organisiert.
Laut UNESCO ist die kulturelle Vielfalt „nicht nur ein Schatz, den es zu bewahren gilt, sondern auch eine Ressource, die es zu fördern gilt“. Ziel der Aktion ist es, Jugendliche, Eltern und Studierende als Vorleserinnen und Vorleser aktiv einzubinden, sie in ihrem sprachlich-kulturellen Selbstwert zu stärken, und dabei kleinen Kindern (aber nicht nur ihnen) ein kurzes Leseerlebnis in mehreren Sprachen zu bieten. Darüber hinaus werden die mittlerweile zahlreichen Herkunftssprachen, die ein Zuhause in Südtirol gefunden haben, gewürdigt und wertgeschätzt. Als Dankeschön fürs Mitmachen am #multilingual Vorlesetag, erhalten alle Vorleserinnen und Vorleser ein T-Shirt der Sensibilisierungskampagne #multilingual.
Vorlesetage finden im ganzen Land statt, von Latsch nach Auer, Olang bis Niederdorf, und bieten ein breites Spektrum an kreativen Vorleseformaten und an Sprachen, die buchstäblich in allen Kontinenten – und jetzt auch in Südtirol – gesprochen werden. Zusätzliche Informationen finden sich im Landeswebportal und im Programmheft.
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Zusatzinformationen
Teßmann organisiert Buchvorstellung zum Vorlesetag
An der Aktion beteiligt sich auch die Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann: Dafür wurde bereits vorab, nämlich für den 19. Mai, in Zusammenarbeit mit der OEW eine mehrsprachige Buchvorstellung organisiert.
Im Mittelpunkt steht das Buch „Auf halbem Weg – A metà strada / Einblicke in eine dynamische Gesellschaft. Südtirol 2011-2026“ das von der Autorin Gentiana Minga präsentiert wird. Das Werk entstand gemeinsam mit der OEW und dem Fotografen Georg Hofer und beleuchtet anhand von vier Lebensgeschichten Fragen des Ankommens, Bleibens und Teilhabens in Südtirol. Die Lesung umfasst Beiträge in Deutsch, Dialekt, Italienisch, Albanisch sowie in westafrikanischen Sprachen und richtet sich an ein breites Publikum aller Altersgruppen. Die Veranstaltung findet
am Dienstag, 19. Mai um 20 Uhr in der Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann, Armando-Diaz-Straße 8 in Bozen statt.
