Basisbildung wird ausgeweitet und erhält gemeinsame Plattform

Donnerstag, 1.10.2026

Menschen mit Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und dem Umgang mit Zahlen erhalten Unterstützung von Lerncoaches – Basisbildung ist Voraussetzung, um aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben

Jede und jeder von uns hat in manchen (Lebens-)Bereichen Schwierigkeiten, einige auch in den Basiskompetenzen wie Lesen, Schreiben oder dem Umgang mit Zahlen. Es gibt jedoch Unterstützungsangebote, bei denen Basiskompetenzen vermittelt werden. „Basisbildung ist eine Voraussetzung für Partizipation. Wenn man sich nicht als gleichwertiger Teil der Gesellschaft fühlt, kann dies zu Rückzug, Scham, Frust oder auch Verärgerung führen“, hielt Bildungslandesrat Philipp Achammer bei der Vorstellung des Angebotes fest. Er lud dazu ein, die bestehende Unterstützung in Anspruch zu nehmen: „Die Angebote sind ein Beitrag zur Demokratie und zu einer selbstbestimmten, souveränen Lebensführung.“

Das Land, genauer das Amt für Weiterbildung und Sprachen, hat seit 2022 gemeinsam mit KVW Bildung ein Angebot aufgebaut, bei dem an fünf Unterstützungsstellen Lerncoaches Menschen dabei begleiten, besser lesen und schreiben zu lernen. Neu hinzu kommt in diesem Herbst die Unterstützung im Bereich sicher rechnen und zahlen. Das Ziel des Amtes sei es, Bildung allen zugänglich machen. „Grund- und Basiskompetenzen haben oft wenig Sichtbarkeit, doch braucht es sie, um selbstbestimmt den Alltag zu meistern“, hob Kathrin Fischer, Mitarbeiterin im Amt für Weiterbildung und Sprachen bei der Vorstellung am 1. Oktober hervor. „Man kann lernen zu lernen“, ergänzte dazu Amtsdirektorin Anika Michelon. Man wolle als Amt Unterstützung dabei geben, Hürden in Alltagssituationen zu überwinden. Darum werde das Angebot, gemeinsam mit dem Partner KVW Bildung, weiter ausgebaut, informierte Kathrin Fischer.

„Menschen, die zu uns kommen, sind anfangs eher geknickt, manche schämen sich. Bereits im Kennenlerngespräch versuchen wir Ängste zu nehmen und die Scham abzubauen und versuchen vor allem zu verstehen, was Menschen sich wünschen“, berichtete Elisabeth Frasnelli, Lerncoach in den Unterstützungsstellen Meran und Schlanders. Dorthin, ebenso wie an die Stellen in Bozen, Bruneck, und Brixen, kann sich jede und jeder einmal wöchentlich wenden: „Es gibt keine Hürden, denn jede und jeder ist willkommen“, hob die Leiterin von KVW Bildung, Brigitte Abram, hervor. Das Angebot sei in den vergangenen Jahren sukzessive basierend auf den Erfahrungen und gefragten Kompetenzen weiter aufgebaut worden, auch die Expertise von außen (besonders aus Deutschland und Österreich) finde sich darin wieder, ergänzte Abram. Gebündelt wird das Angebot in der neuen Plattform Basispunkt, bei der Unterstützungsleistungen aus anderen Bereichen wie digitale Fähigkeiten oder Sprachkompetenzen zu finden sind.

Die Unterstützungsstellen sind in folgenden Orten und zu folgenden Zeiten aktiv: Bozen (dienstags, 16 bis 18 Uhr, Infos unter 0471 978 057), Schlanders (donnerstags, 16 bis 18 Uhr, Infos unter 0473 746 721), Bruneck (donnerstags, 16 bis 18 Uhr, Infos unter 0474 413 705), Brixen (dienstags, 17 bis 19 Uhr, Infos unter 0472 207 978) und Meran (dienstags, 16 bis 18 Uhr, Infos unter 0473 229 537). Informationen gibt es zudem online unter https://weiterbildung.provinz.bz.it.

Bildungslandesrat Philipp Achammer ruft dazu auf, bestehende Unterstützungsangebote zu nutzen: Die Angebote sind ein Beitrag zur Demokratie und zu einer selbstbestimmten, souveränen Lebensführung.

Alle Unterstützungsangebote der KVW Bildung sind auf einer gemeinsamen Plattform, dem Basispunkt, zusammengefasst. Die Angebote zur Verbesserung im Bereich Lesen, Schreiben, Rechnen sowie dem Umgang mit Zahlen sind ab Oktober wieder in 5 Unterstützungsstellen zugänglich.

Quelle: LPA/ck