„Gemeinsam stark werden“: Erste Ergebnisse der Pilotstudie vorgestellt

Dienstag, 25.2.2025

Die Pilotstudie zur Reduktion aggressiver Verhaltensweisen in den Grundschulen wurde von der Uni Bozen und der Pädagogischen Abteilung erstellt. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend und ein weiterer Forschungsbedarf ist gegeben.

In einer Pilotstudie der Freien Universität Bozen und der Pädagogischen Abteilung wurde untersucht, ob eine Kurzintervention zur Selbstregulation aggressives Verhalten in Grundschulklassen reduzieren kann. Erste Ergebnisse wurden am 24. Februar diskutiert. Vertreterinnen und Vertreter der Pädagogischen Abteilung, der Freien Universität Bozen sowie beteiligte Lehrkräfte und Schulführungskräfte nahmen daran teil.

Logo des Programms zur psychosozialen Gesundheitsförderung für Kinder der 1. bis 4. Schulstufe (Grundschule).

In einer zunehmend komplexen Schulwelt sind soziale und emotionale Kompetenzen essenziell. Das Programm „Gemeinsam stark werden“ zielt darauf ab, die Lebenskompetenzen von Kindern zu stärken. Rund 400 Lehrpersonen in Südtirol haben bereits an der Fortbildung teilgenommen und setzen die Übungen aktiv um, berichten Dorothea Staffler und Gudrun Schmidt von der Pädagogischen Abteilung. Sie begleiten dieses Unterrichtsprogramm zur psychosozialen Gesundheitsförderung von Kindern im Grundschulalter.

Ein Forschungsprojekt unter der Leitung von Reinhard Tschiesner, Professor für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Yasmine Azza untersuchte die Wirksamkeit ausgewählter Module des Programms. „Wir hoffen, dass diese Studie den Weg für weitere Forschungen ebnet und langfristig zu einem besseren Schulklima beiträgt“, sagt Professor Tschiesner. Die Pilotstudie analysierte, ob ein dreiwöchiges Training zu einer Reduktion aggressiver Verhaltensweisen führen kann. Grundschülerinnen und -schüler aus Mölten und Meran erhielten drei 30-minütige Einheiten zur Selbstregulation, darunter Entspannungstechniken und Emotionsregulation. „Die ersten Ergebnisse zeigen positive Tendenzen und verdeutlichen, wie wichtig es ist, präventive Maßnahmen weiter wissenschaftlich zu erforschen“, informiert Yasmine Azza. 

Über die Bedeutung von Lebenskompetenzen und über die vielversprechenden Ergebnisse des Programms „Gemeinsam stark werden“ wurde beim Treffen der Vertreterinnen und Vertreter im Bildungsbereich diskutiert.
LPA/red/ck

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