KI, hohe See und die Informationsflut

Wie verändert Künstliche Intelligenz den Unterricht? Was kann Schule von einem Klassenzimmer auf hoher See lernen? Und wie können Jugendliche Informationen besser beurteilen? INFO stellt drei Podcastfolgen vor, die Denkanstöße für Schule und Unterricht liefern.
Wenn KI zum Lernwerkzeug wird
Künstliche Intelligenz verbieten oder möglichst schnell in den Unterricht integrieren? Ein Gymnasium in Wuppertal hat sich für einen offensiven Umgang mit der neuen Technologie entschieden. Die Schule arbeitet bereits mit rund 40 eigenen KI-Agenten und wurde 2025 für ihr Gesamtkonzept mit dem deutschen KI-Schulpreis ausgezeichnet. In der Folge „KI im Unterricht: Eine Schule zeigt, wie es funktioniert“ des Podcasts „Zeugnis“ spricht Schulleiter Reinhold Mertens darüber, wie KI pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden kann. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Haltung und Fehlerkultur im Kollegium, alternative Prüfungsformen, Datenschutz und digitale Mündigkeit. Mertens stellt zudem die Frage, was Lernen künftig bedeutet, wenn Wissen jederzeit mithilfe von KI verfügbar ist – und die Reflexion von Ergebnissen wichtiger wird.
Zum Podcast: „KI im Unterricht: Eine Schule zeigt, wie es funktioniert“
Das Klassenzimmer auf hoher See
Was bleibt vom Unterricht, wenn es kein gewöhnliches Klassenzimmer, kaum Internet und dafür Wellen, Wind und einen schwankenden Boden gibt? Im Podcast „PUZZLE“ berichtet Lehrerin Hannah von ihren Erfahrungen beim Projekt „Klassenzimmer unter Segeln“. Jugendliche verbringen dabei mehrere Monate auf dem Segelschiff „Thor Heyerdahl“ und lernen unter Bedingungen, die mit dem gewohnten Schulalltag wenig zu tun haben. In der Podcastfolge geht es vor allem darum, welche Erfahrungen sich auf Schule an Land übertragen lassen. Hannah spricht über die Beziehung zwischen Lehrkräften und Schüler, sinnvolle Regeln, das Duzen als pädagogischen Impuls und selbstständiges Lernen. Auch Schülerinnen und Schüler kommen mit Aussagen über ihre Erfahrungen an Bord zu Wort. Eine Folge über Schule außerhalb gewohnter Strukturen – und darüber, was davon im normalen Unterricht funktionieren könnte.
Zum Podcast: „Klassenzimmer unter Segeln“
Orientierung in der Informationsflut
Eine Nachricht auf TikTok, eine Antwort von ChatGPT oder das Ergebnis einer Google-Suche: Für Schülerinnen und Schüler wird es immer schwieriger einzuschätzen, welchen Informationen sie vertrauen können. Genau darum geht es in der Folge „Informationskompetenz in Zeiten von KI“. Christian Richter und Cornelia Brückner vom Landesinstitut Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung erklären, was Informationskompetenz heute bedeutet. Dazu gehören die gezielte Recherche, die Bewertung von Quellen und die Fähigkeit, Informationen einzuordnen und weiterzuverarbeiten. Gleichzeitig reicht es ihrer Ansicht nach nicht, einzelne Meldungen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Schülerinnen und Schüler sollten auch verstehen, wie Inhalte entstehen, wer sie verbreitet und welche Mechanismen sozialer Netzwerke Aufmerksamkeit erzeugen. Dabei kommt Lehrpersonen eine wichtige Rolle als Orientierungspunkte zu.
Zum Podcast: „Informationskompetenz in Zeiten von KI“




