Tagung an der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Haslach

“Unser Essen. Unser Leben”

Montag, 23.3.2026

Anlässlich des Internationalen Tages der Hauswirtschaf lud die Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Haslach gemeinsam mit dem Absolventenverein – Sektion Hauswirtschaft und Ernährung – zur Tagung „Unser Essen. Unser Leben“ am 20. März 2026 nach Bozen ein. Rund 100 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung.

Der Internationale Tag der Hauswirtschaft am 21. März erinnert jedes Jahr daran, wie eng unser Alltag mit Fragen rund um Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit verbunden ist. Was wir einkaufen, wie wir mit Lebensmitteln umgehen und welche Entscheidungen wir am Esstisch treffen, hat weitreichende Auswirkungen – auf unsere Gesundheit, auf die Umwelt und auf kommende Generationen. Hauswirtschaft steht heute für weit mehr als die Organisation eines Haushalts: Sie vermittelt Wissen, fördert verantwortungsvolles Handeln und zeigt Wege auf, wie ein nachhaltiger und bewusster Lebensstil im Alltag gelingen kann. Genau diese Kompetenzen gibt die Fachschule Haslach in ihren Aus- und Weiterbildungsangeboten weiter. Mit einem breit gefächerten Bildungs- und Kursangebot vermittelt sie fundiertes Wissen und praxisnahe Kompetenzen in den Bereichen Ernährung und Hauswirtschaft – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Auf diesem Fundament setzte auch die Tagung an.

Direktor Martin Unterer begrüßte die Teilnehmenden auf der Tagung „Unser Essen. Unser Leben“.

Ein Blick auf unsere täglichen Essgewohnheiten kann mehr über unsere Zukunft verraten, als man zuerst vermuten würde. Isabel Schäufele-Elbers, Assistenzprofessorin an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Bozen, machte in ihrem Vortrag deutlich, dass übermäßiger Fleischkonsum nicht nur Umwelt und Gesundheit belastet, sondern auch komplexe ethische Fragen aufwirft. Anschaulich erklärte sie, warum viele Menschen den Wunsch verspüren, ihren Fleischkonsum zu reduzieren – und weshalb gute Vorsätze im Alltag oft scheitern. Entscheidender als reines Wissen sind die Rahmenbedingungen, in denen Entscheidungen getroffen werden. Mit praxisnahen Beispielen zeigte Schäufele-Elbers, welche Stellschrauben wir bewegen können, um Essgewohnheiten nachhaltig zu verändern, wo klassische Ansätze ins Leere laufen und wie unterschiedliche Zielgruppen gezielt motiviert werden können, bewusster zu essen.

Isabel Schäufele-Elbers, Assistenzprofessorin an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Bozen, machte in ihrem Vortrag deutlich, dass übermäßiger Fleischkonsum nicht nur Umwelt und Gesundheit belastet, sondern auch komplexe ethische Fragen aufwirft.

Im Anschluss beleuchteten Gisela Greinöcker und Laura Pircher, Fachlehrerinnen der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Haslach, aktuelle Ernährungstrends und Konsumverhalten. Sie erklärten, wie soziale Medien, digitale Werbung und hochverarbeitete Lebensmittel unser Essverhalten subtil beeinflussen und warum kritisches Konsumbewusstsein heute wichtiger denn je ist. Gleichzeitig gaben sie konkrete Impulse, wie eine pflanzenbetonte Ernährung kreativ, genussvoll und alltagstauglich umgesetzt werden kann. Besonders eindrucksvoll demonstriert wurde dies durch Muffins aus Kidneybohnen – zunächst unscheinbar, beim Kosten jedoch ein überraschender, süßer Genuss, der zeigte, wie Hülsenfrüchte den Speiseplan bereichern können.

Die Fachlehrerinnen Gisela Greinöcker (links im Bild) und Laura Pircher (rechts im Bild) beleuchteten aktuelle Ernährungstrends und Konsumverhalten.

Die Veranstaltung machte deutlich, wie eng Ernährung, Gesellschaft und Nachhaltigkeit miteinander verbunden sind. Die rund 100 Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, mitzudiskutieren und neue Perspektiven mitzunehmen. Die Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Haslach bewies einmal mehr, dass Hauswirtschaft heute weit mehr ist als praktische Alltagskompetenz: Sie ist ein Schlüsselbereich für gesellschaftliche Entwicklungen – von Gesundheit über Umwelt bis hin zu verantwortungsvollem Konsum.

Am Ende blieb vor allem ein Gefühl: Dieser Vormittag war nicht nur informativ, sondern inspirierend. Bereits kleine Veränderungen im Alltag – sei es beim Einkauf, bei der Zubereitung von Lebensmitteln oder im bewussten Umgang mit Ressourcen – können einen großen Unterschied bewirken. Wer den Saal verließ, nahm nicht nur neue Erkenntnisse mit, sondern auch konkrete Anregungen für den eigenen Alltag. Vor allem aber blieb eine kraftvolle Botschaft: Unser Essen ist weit mehr als Nahrung. Es ist eine Entscheidung für unser Leben – jeden Tag aufs Neue.

Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Haslach/INFO Redaktion

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