Unsere Schule/ La nostra scuola

Zukunftsimpulse der Bildung für die gesamte Dorfentwicklung 

Dienstag, 1.8.2023

Unter dem Projekttitel „Unsere Schule/La nostra scuola“ hat der Schulsprengel Nonsberg ein Projekt ins Leben gerufen, um die Zukunft der Schulen in den Gemeinden Laurein, Proveis und Unsere liebe Frau im Walde – St. Felix gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern proaktiv zu gestalten.

Eine multiprofessionelle Steuerungsgruppe aus dem Schulsprengel Nonsberg, dem PBZ Meran und dem Master of Eco-Social Design der Uni Bozen entwickelte ein innovatives Tool zur realistischen Inszenierung von Zukunftsszenarien und zur Vernetzung verschiedener Interessensgruppen zur Weiterentwicklung der Bildung auf dem Nonsberg. Während des Schuljahres fanden verschiedene Workshop-Formate statt. Auf kreative Weise wurden so die Schulgemeinschaft und die Bevölkerung für das Thema sensibilisiert und konkrete Zukunftsvorstellungen diskutiert. Zu den beiden Abschlussveranstaltungen am 5. Mai in Proveis und am 19. Mai in Unsere liebe Frau im Walde kamen fast 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.  

Diskussionsthema waren hypothetische innovative und teils auch provokative Zukunftsszenarien und alternative Vorschläge zur Weiterentwicklung des Schulsprengels. Die Mehrheit der Anwesenden hat sich dabei für den Erhalt der Schule(n) im jeweiligen Ort ausgesprochen. Sie waren jedoch bei abnehmenden Schüler/-innenzahlen auch von Ideen zur Stärkung der regionalen Identität und zur Bekämpfung der Abwanderung angetan – wie der Aufteilung der Schulstufen auf die einzelnen Dörfer. 

Eingeleitet wurde das Projekt mit einer Zukunftswerkstatt im Rahmen des Pädagogischen Tages. Die Lehrpersonen entwickelten Ihre Idealvorstellungen einer zukünftigen Schule und definierten dementsprechend die Schwerpunkte für den Dreijahresplan: Mehrsprachigkeit, Innovation und Vernetzung und Inklusion. Die Schuldirektion des Schulsprengels Nonsberg, die Freie Universität Bozen – Fakultät für Design und Künste und das Pädagogische Beratungszentrum Meran- kurzum das Projektteam- bereitete diese Ergebnisse in Form einer „Leuchtturmbefragung“ für die Elternsprechtage auf. In einem weiteren Schritt wurde die Dorfbevölkerung sensibilisiert: Um die Beteiligung der Dorfgemeinschaft zu fördern, wurde gemeinsam mit der Eco-Social Designerin Giulia Fasoli ein Gemeinschaftsspiel entwickelt. Verantwortungsträger/-innen aus den verschiedenen Gemeinden entwickelten Inputs für die eigens konzeptionierten Spielkarten.  

Workshop Laurein

Die Studierenden Laisa Cordes und Johanna Eger des Master-Studienganges für Eco-Social Design gestalteten nach umfangreichen Recherchen und Interviews vor Ort mögliche Zukunftsszenarien, welche bei den Veranstaltungen mit den interessierten Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickelt wurden.  

Grund- und Mittelschüler/innen wurden mittels kreativer Medien zu Ihren Inputs für eine Schule der Zukunft befragt und leiteten schließlich die Spielnachmittage.

Basierend auf den großen Strategien der Vereinten Nationen und der UNESCO für dieses Jahrzehnt und ihrer umfassenden Vision der Welt im Jahr 2050 zielt der Ansatz der Futures Literacy (FL) darauf ab, die Vorbereitung auf die Zukunft als Fähigkeit von Einzelpersonen und Kollektiven in möglichst umfassender Weise zu entwickeln, um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und Kompetenzen, Optimismus und Solidarität zu stärken. Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Szenarien ist somit eine Möglichkeit, diese Fähigkeit zu entfalten und zu stärken.  

Ganz in diesem Sinne ist auch folgende Stellungnahme von Ingrid Kofler, Soziologin an der Fakultät für Design und Künste und Projektleiterin: „Partizipative Prozesse sind sinnvoll, um die Gemeinschaft dazu anzuregen, gemeinsam über die Zukunft nachzudenken und mögliche Entwicklungswege aufzuzeigen.“  

Hier geht’s zur Broschüre

Auch Schuldirektorin Birgit Eschgfäller ist sich der Komplexität der Problematik im Schulsprengel bewusst: „Die Herausforderungen machen ein genaues Hinsehen in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten notwendig. Nur wenn Politik und Schule gemeinsam nach Lösungen suchen, die das Wohl der Kinder und Jugendlichen sowie den Bildungsprozess in den Mittelpunkt aller Überlegungen stellen, kann ein zukunftsfähiges Organisationsmodell des Sprengels entstehen.“  

Das Projekt „Unsere Schule/ La nostra scuola“ ist ein Beispiel, wie man durch Einbindung aller Betroffenen einen Konsens finden kann, um den Weiterbestand der Schulen im Ort zu ermöglichen und darüber hinaus den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner gerecht zu werden. 

Bei den beiden Veranstaltungen am 5. und 19. Mai in Proveis und Unsere liebe Frau im Walde hatte die gesamte Bevölkerung nicht nur die Möglichkeit, gemeinsam über die Zukunft nachzudenken, sondern auch sich für eine Strategie zur Weiterentwicklung und Neuorientierung des Schulsprengels zu engagieren. Die bürgernah erarbeiteten Konzepte wurden auch den politischen Entscheidungsträgern präsentiert, damit diese die passenden Weichen stellen können. 

Birgit Eschgfäller, Direktorin am Schulsprengel Nonsberg/Red

Unsere Schule/ La nostra scuola

Digitale Medien: Orientierung für die ersten Lebensjahre 

Freitag, 22.5.2026

Smartphones und Tablets gehören längst zum Familienalltag – oft schon bei den Kleinsten. Das Projekt DigiKids Vinschgau setzt genau hier an und will Fachkräfte und Eltern für einen bewussten Umgang sensibilisieren. Kernstück sind neue Informationsflyer für Familien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren. Sylvia Baumgartner und Evi Brugger vom Kindergartensprengel Schlanders erklären im Interview, wie diese entstanden sind und welche Orientierung sie bieten. 

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Unsere Schule/ La nostra scuola

„Es beginnt mit einem Traum“ 

Dienstag, 19.5.2026

Eine Schule, die kurz vor dem Aus stand, gilt heute als Vorbild: In Mülheim an der Ruhr in Nordrhein-Westfalen hat Schulleiterin Nicola Küppers einen radikalen Wandel angestoßen – hin zu einer Schule, die Beziehung, Verantwortung und individuelle Förderung ins Zentrum stellt. Wie dieser Weg gelungen ist – und was andere daraus lernen können. 

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Lernwelten

  • Gemeinsam stark für Vielfalt
    Mit der Frage, wie Vielfalt im Alltag bewusst sichtbar gemacht und thematisiert werden kann, haben sich Pädagogische Fachkräfte der Kindergartensprengel Lana, Meran und Schlanders in einer gemeinsamen Initiative zur vorurteilsbewussten Bildung beschäftigt.
  • Wenn jeder Wurf zählt
    Wie eine Brixner Schulklasse im inklusiven Basketball Regionalmeister wurde – und was inklusiver Schulsport leisten kann.
  • Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz?
    Was kann Künstliche Intelligenz – und wo liegen ihre Grenzen? Beim Meinungsforum „klar.text“ im Vinzentinum in Brixen setzte sich eine Oberschulklasse kreativ und interaktiv mit genau diesen Fragen auseinander.
  • Fachschule Tisens gelingt Gesellenstück der besonderen Art
    Galadinner der Abschlussklassen der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Tisens – Direktor Unterer: „Wir ermöglichen Schülerinnen und Schülern zu wachsen und ihren Weg im Leben zu finden“
  • Håns bleib do – Ein Singspiel der Musikgrundschule Lappach
    „Wos, wenn’s irgndwo nö bessa, nö lauta, nö glitzernder isch?“  Mit dieser Frage stand das Singspiel „Håns bleib do“ der Musikgrundschule Lappach am 19. April 2026 im Vereinshaus im Mittelpunkt.
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