Kostengünstig auf Schiene: Südtirols Landesbedienstete optimieren Außendienstkosten

Wie lässt sich die Dienstreise mit der Bahn nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll gestalten? Dieser Frage widmete sich ein Kooperationsprojekt der Landesdirektion deutschsprachige Berufsbildung und des Vereins „Freunde der Eisenbahn“ aus Naturns.
Ziel ist es, durch gezielte Strategien und Insider-Wissen die Kosten für Fahrten in Italien, Österreich und Deutschland massiv zu senken. In Zeiten steigender Mobilitätsanforderungen gewinnt die Effizienz von Außendiensten an Bedeutung. Unter dem Titel „Optimierung der Außendienstkosten“ haben die Landesdirektion deutschsprachige Berufsbildung und die Experten und Expertinnenen für den Bahnverkehr aus Naturns einen Leitfaden entwickelt, der Bediensteten zeigt, wie sie sich im Dschungel der verschiedenen Bahnanbieter und Buchungsportale zurechtfinden. Das Wissen wurde im Rahmen mehrerer Webinare Südtiroler Landesbediensteten und Lehrpersonen direkt vermittelt. Das Projekt hat auch am Südtiroler Mobilitätspreis 2025 teilgenommen, der jährlich von der Südtiroler Landesregierung vergeben wird.
Expertenwissen aus Naturns für die Landesverwaltung
Die Zusammenarbeit greift auf die langjährige Expertise des Vereins „Freunde der Eisenbahn“ zurück, um praktische Lösungen für den Berufsalltag zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die großen staatlichen Bahnen wie Trenitalia, ÖBB oder die Deutsche Bahn, sondern auch private Anbieter wie Italo oder die Westbahn. „Es gibt leider nicht ‚die eine‘ billigste Buchungswebseite“, erklären die Projektverantwortlichen. Stattdessen setze man auf eine Kombination aus frühzeitiger Planung, idealerweise mindestens zwei bis sechs Wochen vor Reiseantritt und der Nutzung spezifischer Portale wie Trainline für einen ersten Preisüberblick.
Konkrete Sparpotenziale für Südtiroler Landesbedienstete
Besonders für Landesbedienstete wurden im Rahmen der Kooperation spezifische Vorteile identifiziert, zum Beispiel die Italo-Rabatte: Seit 2023 können Bedienstete am DB-Schalter im Bozner Bahnhof von 40 Prozent Ermäßigung auf den „Flex“-Tarif (Kategorien Prima oder Club Executive) von italotreno.com profitieren. Ein Vorteil, der sogar für private Fahrten gilt, speziell wenn man kurzfristig bucht. Auch für Mitreisende, die nicht in der Landesverwaltung arbeiten. Insider-Trick bei Trenitalia: Die Nutzung der italienischen (!) Version der Trenitalia-Webseite ermöglicht den Zugriff auf spezielle Rabatte (z. B. 20-30 % Extra-Rabatt), die in der deutschen Version oder der App oft nicht sichtbar sind.
Grenzüberschreitende Optimierung
Auch für Fahrten ins Ausland gibt das Projektteam wertvolle Tipps. So ist es oft erheblich günstiger, Reisen nach Deutschland erst ab dem Brenner zu buchen oder für Ziele im Südwesten Deutschlands die Strecke über Feldkirch und Zürich zu prüfen. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit wurden unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, um eine breite Nutzung der Strategien zu ermöglichen und so langfristig zur Entlastung des Landesbudgets beizutragen. Die detaillierten Tipps sind hier downloadbar.




