Erasmusakkreditierung ELLEu3

Frühkindliche Bildung in Europa – Austausch und neue Impulse aus Finnland

Dienstag, 5.8.2025

Im Rahmen der Erasmusakkreditierung der Bildungsdirektion ELLEu3 hielten sich die Direktorinnen des Kindergartensprengels Bozen und Schlanders in Finnland auf und konnten Einblicke in das dortige Bildungssystem gewinnen und sich mit europäischen Kolleginnen und Kollegen über frühkindliche Bildung austauschen.

Die Führungskräfte des Kindergartensprengels Bozen und Schlanders sind im  Rahmen der ErasmusakkreditierungELLEu3 im Frühsommer nach Finnland gefahren. Renate Rauter und Sylvia Baumgartner hatten dabei die Gelegenheit, das finnische Bildungswesen in Theorie und Praxis näher kennenzulernen und sich europaweit mit Kolleginnen und Kollegen über Bildung und Lernen auszutauschen.

Frühkindliche Bildung und Betreuung haben in Finnland einen hohen nationalen Stellenwert und sind in eigenen Bildungszentren bzw. familienorientierten Einrichtungen angeboten. Im Sinne der Chancengleichheit wird Bildung individuell und für alle zugänglich gelebt, ähnlich wie in Südtirol auch. Der Besuch der Kindertagesstätte in Finnland ist freiwillig und umfasst Bildung und Erziehung von Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren, mit sechs Jahren beginnt die Vorschulerziehung und mit sieben Jahren erfolgt der Schuleintritt. Besonderen Wert legt das finnische Bildungssystem auf den Aufbau von Grundsteinen für lebenslanges Lernen, das spielerische Lernen und den Erwerb lebenspraktischer Kompetenzen.

Über die Organisation „Smart teachers play more“ konnten die Kursteilnehmenden praktisch miterleben wie Resilienz, Bewegung und Wohlbefinden im gemeinsamen Spielen und Lernen gestärkt werden. Beziehungs- und Wertearbeit sowie der Grundgedanke der Inklusion begleiten dabei die tägliche Bildungsarbeit und sind prägend sowohl in der hochqualifizierten Ausbildung der Fachkräfte als auch in der Zusammenarbeit mit Bildungspartnern.

Zu den bildungspolitischen Herausforderungen in Finnland zählen  die zunehmenden sozialen Unterschiede trotz Gleichheitszielen, die Nutzung digitaler Medien in Schulen sowie der Fachkräftemangel in Bildungsinstitutionen in ländlichen Regionen.

Wertvoll für die beiden Direktorinnen waren vor allem die Erkenntnisse aus den Dialogen mit den Teilnehmenden aus den verschiedenen europäischen Ländern wie Slowenien, Litauen, Rumänien, Belgien, Frankreich und Deutschland. Es zeigte sich, dass die Herausforderungen der Zukunft auf europäischer Ebene liegen und nur in einem gemeinsamen Miteinander zu bewältigen sind.

Bestärkt durch den europäischen Gedanken konnten Renate Rauter und Sylvia Baumgartner in ihre „Erfahrungstasche“ viele neue Impulse für die eigene Arbeit packen und diese mit spannenden Eindrücken aus Finnland füllen.

Renate Rauter (Direktorin Kindergartensprengel Bozen), Sylvia Baumgartner (Direktorin Kindergartensprengel Schlanders)

Service

  • Im Radio wird vorgestellt
    Im Interview auf „Radio Grüne Welle“ informiert Christian Alber, Inspektor für den katholischen Religionsunterricht in der Deutschen Bildungsdirektion über den neuen Ausbildungsweg.
  • Sieger-Logo steht fest: Schülerinnen und Schüler entwerfen Logo für Krankenhausschulen
    Schülerinnen und Schüler der Landesberufsschule für Handel und Grafik „Johannes Gutenberg“ in Bozen begeistern mit Logo-Entwürfen für die Krankenhausschulen
  • Sprachförderung im Fokus: Beitrag im Südtirol Magazin nachsehbar
    Das Südtirol Magazin auf RAI Südtirol beschäftigte sich am 12. Februar unter anderem mit der Sprachförderung in Südtirol. Im Mittelpunkt der Sendung stand die Situation im Südtiroler Unterland, wo in vielen Kindergärten Kinder mit internationaler Familiengeschichte betreut werden und zu Hause weder Deutsch noch Italienisch gesprochen wird.
  • Freie Stellen an der Deutschen Bildungsdirektion
    Die Deutsche Bildungsdirektion hat die neuen Ausschreibungen veröffentlicht: Gesucht werden pädagogische Fachkräfte und Lehrpersonen für Aufgaben in der Pädagogischen Abteilung, der Bildungsdirektion und der Landesdirektion deutschsprachiger Kindergarten.
  • Neues Berufsbild: Krankenpflegeassistentin/ Krankenpflegeassistent in Südtirol
    Die Landesregierung führt das neue Berufsbild Krankenpflegeassistentin/ Krankenpflegeassistent ein und legt Ausbildung, Kompetenzen und Einsatzbereiche für Südtirol fest. Ausbildungsstart ist das Schuljahr 2026/2027
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