Frühe Kooperation zwischen Kindergarten und Schule

Brücken bauen

Freitag, 4.7.2025

Seit 2022 gibt es zwischen den beiden Kindergärten und der Grundschule in Feldthurns eine erweiterte Zusammenarbeit im Sinne einer besseren Übergangsgestaltung der Kinder.

Startpunkt der engmaschigeren Zusammenarbeit war eine gemeinsame Auftaktveranstaltung, bei der pädagogische Fachkräfte und Lehrpersonen sich gegenseitig die jeweiligen Beobachtungsmethoden und Lernstandserhebungen vorstellten. Im gemeinsamen Austausch wurde ersichtlich, dass die beiden Vorgehensweisen der Datenerhebung eine breite Schnittmenge und viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Dabei zeigte sich, dass die Beobachtungen des Kindergartens zum Entwicklungsverlauf des Kindes in hohem Maße mit den Erhebungen der Schule übereinstimmen. Die beiden Führungskräfte der Institutionen Annamaria Mayr und Bernadette Grießmair trafen daher eine Vereinbarung zur Weitergabe der Beobachtungsbögen des Kindergartens. Durch die Nutzung dieser Dokumente ist es den Lehrpersonen nun möglich, bereits vom ersten Schultag an die Kompetenzen des Kindes anzuknüpfen und die Schuleingangsphase differenziert zu planen.

Ein weiteres Element der Annäherung der beiden Bildungseinrichtungen war der vom GSP Klausen II 2023 organisierte pädagogische Tag, an dem die Lehrpersonen einen Tag in den Kindergärten des Sprengels Brixen hospitierten. Der Einblick in die Arbeitsweise der anderen Institution stärkte das Verständnis füreinander. Im kommenden Jahr 2025/26 werden die beiden Kindergärten der Gemeinde Feldthurns im Rahmen ihres pädagogischen Tages einen Gegenbesuch machen. Auch hier liegt der Fokus erneut auf dem Kennenlernen der jeweiligen Arbeitsweise sowie dem fachlichen Austausch.

Im heurigen Jahr wurde zudem für die Eltern der Kindergartenkinder sowie Schülerinnen und Schüler ein gemeinsamer Elternabend mit Frau Christa Ladurner organisiert, um die Kooperation zu unterstreichen. Das Thema „Kindern Orientierung geben“ sprach Eltern unabhängig vom Alter ihres Kindes an – der Zulauf zur Veranstaltung war groß. Parallel zur Erwachsenen- bzw. Elternebene wurde auch zwischen Kindergarten und Grundschule eine engere Zusammenarbeit bei Aktionen für die Kinder aufgebaut. Neben Besuchen in den Klassenräumen, gemeinsamen Bibliotheksbesuchen, Vorlesestunden oder kurzfristigen informellen Einladungen in das jeweils andere Haus, hat sich besonders die Turnstunde als Höhepunkt hervorgetan. Die Kindergartenkinder wurden im Rahmen ihres wöchentlichen Besuchs der Schulturnhalle von Lehrer Peter Nitz begleitet. Mit Hilfe seiner Gitarre gelang es ihm, die Kinder zur Bewegung zu motivieren und durch die aufgebauten Geräteparcours konnten die Kinder bereits „echte Schulluft“ schnuppern. Das Gefühl, schon zu den Großen zu gehören, machte die Turnstunden zu einem besonderen Erlebnis.

In der Schulturnhalle konnten die Kindergartenkinder „echte Schulluft“ schnuppern.

Der aufgebaute Geräteparcours in der Schulturnhalle machte die Turnstunde zu einem besonderen Erlebnis.
Deutschsprachiger Kindergartensprengel Brixen

Frühe Kooperation zwischen Kindergarten und Schule

„Wir müssen Schulen wirklich transformieren“

Mittwoch, 14.10.2026

Anne Sliwka kennt Schulsysteme von Kanada bis Neuseeland. Die Bildungswissenschaftlerin erklärt im INFO-Interview, warum gute Schulen keine Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer brauchen, weshalb Kinder erst ein solides Wissensfundament benötigen und wie Künstliche Intelligenz das Lernen verändert. Vor allem aber fordert sie: Schule darf nicht stehen bleiben.

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Lernwelten

  • Glaziologie-Camp: Alpine Ökosysteme im Blick
    Oberschülerinnen und Oberschüler vertiefen im Nationalpark Stilfserjoch Landschaftsformen und Lebensräume im Hochgebirge – Initiative der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion
  • Schule anders gedacht
    Die WFO „Franz Kafka“ in Meran geht neue Wege im Unterricht: Seit diesem Schuljahr ersetzen Module die bisherige Semesterstruktur, selbstgesteuertes Lernen bekommt mehr Raum. Damit sollen Jugendliche eigenständiger arbeiten und individuelle Lernwege ermöglicht werden. 
  • Musik kennt keine Grenzen
    Gemeinsam musizieren, sich ausprobieren und Teil einer Gemeinschaft sein: Bei „Musik ohne Grenzen“ kamen in der Musikschule Auer 18 Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen zusammen. Kursleiterin Verena Koler erklärt im INFO-Interview, was Musik ohne viele Worte ermöglichen kann und wie inklusive Angebote an den Musikschulen ausgebaut werden sollen.
  • Wurzeln stärken, Vielfalt erleben
    Kulturelle Erfahrungen prägen Kinder von Anfang an. Wenn Kindergärten Theater, Feste, Geschichten oder Musik in ihren Alltag einbinden, eröffnen sie einen lebendigen Zugang zur Welt – und stärken Neugier, Sprache und gegenseitigen Respekt.
  • Das Kindergarten- und Schuljahr 2026/2027 beginnt
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