Mathematik und Naturwissenschaften anschaulich vermitteln

BRIMA+NAT Primar: Fortbildungstag für pädagogische Fachkräfte im Primarbereich mit Impulsen, um Begeisterung für Mathematik und Naturwissenschaften zu wecken und zu fördern
Die BRIMA+NAT Primar-Tagung bietet pädagogischen Fachkräften aus Kindergarten und Grundschule eine Plattform für Austausch, Inspiration und praxisnahe Fortbildung. Der Fortbildungstag für Mathematik und Naturwissenschaften im Primarbereich am 10. Oktober in Brixen wurde von der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion gemeinsam mit der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen und in Kooperation mit der italienischen Bildungsdirektion organisiert. Diese institutionenübergreifende Zusammenarbeit ist ein wesentliches Merkmal dieser jährlichen Fortbildungsveranstaltung, die Wissenschaft und pädagogische Praxis miteinander verbindet.
„Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen Zusammenhänge verstehen. BRIMA+NAT Primar setzt genau dort an und gibt Pädagoginnen und Pädagogen neue Impulse, wie mathematisches und naturwissenschaftliches Denken von Anfang an gefördert werden kann. Besonders wertvoll ist dabei der Austausch über Bildungsstufen und Sprachgruppen hinweg“, betont der Direktor der Pädagogischen Abteilung an der Deutschen Bildungsdirektion Martin Holzner.
Die Veranstaltung setzte sich mit mathematischer und naturwissenschaftlicher Bildung von Kindern im Alter von 3 bis 11 Jahren und deren anschaulichen Vermittlung auseinander. Kinder beobachten, stellen Fragen, experimentieren und entdecken Muster, sei es beim Spielen mit Bauklötzen, beim Sammeln von Blättern oder beim Zählen von Schritten. Mit diesen natürlichen Lernprozessen beschäftigten sich die Pädagoginnen und Pädagogen in den insgesamt 15 Workshops am Nachmittag. In den beiden Hauptvorträgen mit dem Schwerpunkt „Forschendes und entdeckendes Lernen“ in Kindergarten und Grundschule standen diese natürlichen Lernprozesse ebenso im Mittelpunkt.
Christine Streit und Frank Rosenkränzer von der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz gingen in ihrem Vortrag mit dem Titel „Vom Staunen zum Verstehen: Mathematische und sachunterrichtliche Zugänge zur kindlichen Wirklichkeitserkundung“ auf den Bereich des frühen Lernens ein, in dem die Erfahrungen der Kinder im Zentrum stehen. Dabei geht es um das freie Erkunden bis hin zu klaren Lernzielen. Ein Schwerpunkt wird auf das Entdecken und Erfahren der Welt der Muster gelegt.
Dass Lernen mit unmittelbaren Erfahrungen beginnt, war Thema auch im Beitrag von Dorothee Benkowitz von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. „Mit Kindern Natur erleben und erforschen“ lautete der Titel ihres Vortrages. Kinder erschließen sich spielerisch die Natur, der direkte Kontakt zu Lebewesen fasziniert und interessiert sie. Durch Beobachten von Naturphänomenen verstehen sie Zusammenhänge und Regelmäßigkeiten, betont Dorothee Benkowitz. Erkunden Kinder als Forscherinnen und Forscher neugierig ihre Umwelt wird Wertschätzung und Schutz der biologischen Vielfalt nicht nur vermittelt, sondern durch konkrete Erfahrungen erlebbar gemacht.









