Bildungsdialog geht in die nächste Runde

Die Deutsche Bildung erarbeitet kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen um die Rahmenbedingungen in Kindergärten und Schulen zu verbessern. Für den Herbst ist eine Veranstaltung geplant.
Vom 14. November bis zum 31. Dezember hatte die Südtiroler Bildungswelt die Möglichkeit, im Rahmen einer Online-Impulsbefragung Anregungen zum Status quo einzubringen, Erfahrungen zu schildern und Ideen für Weiterentwicklungen vorzuschlagen. 1383 Personen haben sich daran beteiligt. Am 3. März hat Bildungslandesrat Philipp Achammer, gemeinsam mit Bildungsdirektor Gustav Tschenett, erste Tendenzen und Aussagen der Rücksendungen sowie die nächsten Schritte des Bildungsdialoges vorgestellt. „Die Ansprüche, Erwartungen und Herausforderungen an das Bildungssystem sind enorm. Wir sind nicht die einen Problemlöser der Gesellschaft, Bildung ist geteilte Verantwortung und trägt dazu bei, Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln“, hob Landesrat Achammer dabei hervor.

„Unser Fokus liegt darauf zu ermitteln, welche Rahmenbedingungen geschärft werden müssen, um die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu verbessern“, fasste Bildungsdirektor Tschenett das Ziel des laufenden Prozesses zusammen. Erfolgen soll dies durch kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen. Als ersten Schritt sichtet derzeit eine Arbeitsgruppe, unter dem Vorsitz von Bildungsdirektor Tschenett, die Ergebnisse der Umfrage. Dieser Gruppe gehören eine Lehrperson aus Grund-, Mittel- und Oberschule, aus dem Berufsbildungszentrum, der Musikschule und dem Kindergarten (alle ausgewählt per Zufallsstichprobe durch das Landesstatistikinstitut ASTAT) sowie Vertretungen der Gewerkschaften, der Schulführungskräfte, der Bildungsdirektion und die Vorsitzenden der Lehrerverbände KSL und ASM.
Nach einer Rückmelderunde in den Bezirken soll schließlich am 18. September ein Bildungsdialog in Form einer großangelegten Veranstaltung in Bozen erfolgen. „Wir sind auf einen starken Dialog nach innen angewiesen, aber auch auf starke Netzwerke in die Gesellschaft. Denn Kindergarten und Schule dürfen nicht weiter überlastet werden“, hält Landesrat Achammer fest. Der Bildungsdialog erfolge darum parallel zu den derzeit laufenden Vertragsverhandlungen und zu den Vorbereitungen eines Sammelgesetzes, welches im Sommer seinen legislativen Weg nehmen solle.

